Der TagProzess um getöteten Zugbegleiter startet mit viel Emotion
Sehr emotional ist der Prozess um einen getöteten Zugbegleiter vor dem Landgericht Zweibrücken gestartet. Viele Familienangehörige des Opfers sind gekommen, darunter sein Vater, seine vier Brüder, Cousins, Tanten und Onkel. Es sei sehr wichtig, Serkan ein Gesicht zu geben, sagte Eray Calar, einer der Brüder.
Sie hielten mit Fotos bedruckte Leinwände in den Händen, die das Opfer zeigten. "Wir wollen zeigen, dass Serkan Calar hier ist, dass er mit uns gekommen ist. Seine Seele ist hier", sagt Bruder Ismail. In den Prozess gehe man mit gemischten Gefühlen. Den mutmaßlichen Täter sehe man zum ersten Mal.
Angeklagt ist ein 26-Jähriger wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Er soll den Schaffner bei einer Fahrscheinkontrolle in Rheinland-Pfalz mehrfach so heftig mit beiden Fäusten gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser später starb.