Der TagRöttgen bezweifelt einheitliche EU-Reaktion zu Moria
Die Brandkatastrophe von Moria erhöht abermals den Druck auf die EU-Staaten, humanitäre Lösungen in der Migrationsfrage zu erarbeiten. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen bezweifelt, dass es eine gesamteuropäische Reaktion geben wird.
Die Blockadehaltung einzelner EU-Mitglieder in der Frage sei "zementiert", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags im ZDF.
Demnach müsse nun eine Gruppe von Staaten vorangehen und praktische Lösungen erzielen.
Zustände wie im Lager Moria seien laut Röttgen "eine europäische Wunde", die es zu beseitigen gelte.
Gestern hatte Röttgen, der sich um den CDU-Vorsitz bewirbt, gemeinsam mit 15 weiteren Abgeordneten der Unions-Bundestagsfraktion einen Brief an Innenminister Horst Seehofer gerichtet und gefordert, 5000 anerkannte Flüchtlinge vom griechischen Festland aufzunehmen.