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Der Tag "Ruinös": Irlands Premier fürchtet No-Deal-Brexit

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort kann auf so ziemlich jede Lebenslage angewendet werden. Bei einem weltpolitischen Ereignis trifft es hingegen ganz und gar nicht zu: dem Brexit. Wie viele Stunden Unterhändler von London und Brüssel wohl schon am Verhandlungstisch verbracht haben, um endlich zu einer Einigung für die Zeit nach dem EU-Austritt Großbritanniens zu kommen? Unzählbar. Fakt ist allerdings, dass Irlands Premierminister Micheál Martin lieber früher als später eine Einigung zwischen den beiden Seiten sehen will.

In einem Interview mit der BBC redete er den Streithähnen ins Gewissen und warnte vor den Folgen eines Brexits ohne Handelsabkommen. "Das Letzte, was unsere Wirtschaft jetzt braucht, ist einen zweiten riesigen Schock, wie ein No-Deal ihn auslösen würde." Ein No-Deal-Brexit würde "ruinös" und "sehr, sehr schädigend" für Großbritannien und Irland sein, so der Chef der konservativen Partei Fianna Fáil. Außerdem müsse Großbritannien sehr vorsichtig sein, um die politische Stabilität in Nordirland nicht zu gefährden. Ein No-Deal könne Spannungen auslösen, die eigentlich nicht notwendig seien.

Quelle: ntv.de