Der Tag
Sanktionen, Krise, RubelschwächeRussland rechnet mit tiefem Haushaltsloch
27.02.2015, 12:11 Uhr
Nach außen hin gibt sich Putin unerschütterlich: Sanktionen hin, Ukraine-Krise her. Doch all das schöne Geld, das er im vergangenen Jahr noch zur Verfügung hatte, zerrinnt ihm zwischen den Fingern. Sein Finanzministerium rechnet mit einem Fehlbetrag von 3,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie nun bekannt wurde.
Zuvor war noch von 3,2 Prozent die Rede gewesen.
Jetzt sollen mindestens 15 Milliarden Euro eingespart werden.
Wie am Mittag bekannt wird, will Russland das Defizit zudem mit 46 Milliarden Euro aus einem Notfonds ausgleichen.
Der Fehlbetrag schmerzt den russischen Fiskus zwar, dürfte ihn aber kaum vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen.