Der Tag Saufen, koksen, Sex in der "Mutter aller Parlamente" - so geht es nicht weiter
"Mutter aller Parlamente" wird die Herzkammer der britischen Demokratie oft genannt. Doch in London führen sich Abgeordnete und Mitarbeiter auf wie ausgeflippte Söhne. Jetzt macht man sich daran, den Ruf zu retten, denn saufen, koksen, sexuelle Übergriffe - im britischen Parlament reiht sich ein Skandal an den nächsten.
Mehrere Abgeordnete traten wegen schweren Fehlverhaltens zurück. Der Ruf des ehrbaren Hauses ist angeschlagen. Doch nicht nur Parlamentarier aller Couleur lassen die Puppen tanzen, auch Mitarbeiter. Allein im März wurden in den Gebäuden an der Themse neun alkoholbedingte Sicherheitsvorfälle gemeldet.
"Das Unterhaus ist kein Ort, wo wir übernachten. Es ist kein Ort, an dem wir völlig betrunken und ohne Kontrolle auftauchen", rief Justiz-Staatssekretärin Victoria Adams im Sender Times Radio zur Ordnung. "Dies ist eine Arbeitsstätte. So sollten sich Leute am Arbeitsplatz nicht verhalten." Was fast flehentlich klingt, ist nicht die erste Mahnung an Abgeordnete und Beschäftigte: Seit Wochen gibt es Appelle, die Kultur in Westminster müsse sich endlich ändern. Denn immer deutlicher wird, welch zentrale Rolle Alkohol im Regierungsviertel spielt. Lesen Sie später mehr