Der TagSchiefer Turm von Bologna bekommt Hilfe aus Pisa

Was haben der Garisenda-Turm von Bologna und der Turm in Pisa gemeinsam? Ziemlich viel, um ehrlich zu sein. Beide sind recht hoch, stehen in Italien und teilen sich die bittere Eigenschaft, auf einem mittlerweile eher unpraktischen Baugrund errichtet worden zu sein, kurz: Sie sind schief. Doch jetzt bietet Pisa seinen Leidensgenossen Bologna Hilfe an. Das Gerüst, das den Schiefen Turm von Pisa bei Restaurierungsarbeiten in den vergangenen Jahrzehnten gestützt hatte, wird nun zwei Autostunden weiter im Norden aufgestellt. Der Stadtrat von Bologna mietete das Gerüst an, um die 48 Meter hohe Torre della Garisenda zu retten. Der Turm aus dem zwölften Jahrhundert gehört zusammen mit dem direkt daneben stehenden Asinelli-Turm (97 Meter) zu den Wahrzeichen der Universitätsstadt. Befürchtet wird, dass er einstürzen könnte. Zum Vergleich: Der Schiefe Turm von Pisa - ebenfalls aus dem zwölften Jahrhundert - ist 56 Meter hoch.