Der TagSchneechaos im Westen, Sonne im Osten
Nach der kurzen Wetterberuhigung gestern bringt Tief "Oskar" heute in den westlichen Landesteilen teils kräftige Schneeschauer mit entsprechender Glättegefahr. Vom Saarland über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen setzt nämlich Schneefall ein, der den ganzen Tag über anhalten dürfte. Selbst im Flachland sind Neuschneemengen von 5 bis 10 Zentimetern nicht auszuschließen. Im Bereich Hunsrück und Eifel sind auch bis zu 15 Zentimeter Schnee drin. Am Abend schneit es dann auch rauf bis ins Emsland.
Der große Rest unseres Landes bekommt vom Schneetreiben aber nur wenig bis gar nichts mit. Weiter ostwärts bleibt es nämlich trocken und zeitweise sonnig. Richtung Schwarzwald sind nur wenige Schneeschauer unterwegs. Dafür weht besonders im Südwesten ein stürmischer Wind, der auf den Bergen Spitzenböen von um die 100 km/h bringt.
Die Temperaturen: am Oberrhein und in Berlin/Brandenburg bis 4 Grad. Ansonsten sind oft nicht mehr als minus 2 bis plus 2 Grad möglich.
Das ist zwar winterlich, aber kein Vergleich zu den Temperaturen, die Teile Kanadas und den Norden der USA jetzt erwarten. Denn heute und morgen tritt der Polarwirbel mal kräftig südwärts aus. Rund um die Großen Seen streift dabei die kälteste Luft, die es überhaupt geben kann: die arktische Kernmasse. Selbst im Großraum Chicago mit Temperaturen um die minus 30 Grad. Das Umland der Millionenmetropole bekommt bis knapp minus 40 Grad - gemessen, wohl gemerkt. Denn dieser Ausbruch der Arktikluft erfolgt mit viel Wind, so dass die gefühlten Werte in Chicago bei um die minus 40 Grad liegen, im Umland sogar bis um die minus 50 Grad.
Und so geht es bei uns weiter: morgen erwartet uns ein ruhiger, meist trockener Mix aus Sonne und Wolken. Erst abends und nachts aus Südwesten wieder neue Wolken, später mit Schnee und Regen. Dazu bringen es die Temperaturen nach frostiger Nacht tagsüber auf minus 2 bis plus 4 Grad. Am Freitag macht der Winter Pause. Die Strömung dreht nämlich für knapp 48 Stunden auf südliche Richtung und bringt deutlich mildere Luft nach Deutschland. Häufig werden es 2 bis 7 Grad. Am Alpenrand mit Föhn örtlich sogar bis zu 10 Grad. Dazu bleibt es wechselhaft mit Schauern, anfangs auch mit Glättegefahr. Das Wochenende wird dann ziemlich durchwachsen und kälter mit Schneeregen bis ins Flachland.
Ihr Björn Alexander