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Der TagSchrottimmobilien für 42 Euro pro Quadratmeter: NRW nimmt Betrüger hoch

05.03.2026, 11:20 Uhr

Das System ist perfide - und lebensgefährdend: Mithilfe schwer durchschaubarer Vermietergeflechte ergaunern die Täter mit Schrottimmobilien Sozialleistungen. Zuwanderern wird gezielt minderwertiger Wohnbestand vermietet, die Zeche zahlt das Jobcenter. Dabei erzielen die Täter Mondpreise. Bei einer Razzia in zwölf Städten in NRW stoßen die Behörden auf schlimme Zustände. So seien für üble Bruchbuden bis zu 42 Euro pro Quadratmeter kassiert worden, erklärt die nordrhein-westfälische Heimatministerin Ina Scharrenbach bei einer ersten Bilanz der Aktion in Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld, Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen, Velbert und Wuppertal.

Es seien 265 Wohneinheiten geprüft worden, neun Mal seien in den Häusern lebensbedrohende Mängel beim Brandschutz vorgefunden worden. Die kontrollierten Gebäudekomplexe hatten als Mängel eine defekte Haustür, 14 defekte Fenster, 15 Wohneinheiten mit Schimmelbefall und vier defekte Elektroanlagen. Weiterhin festgestellt wurden laut Ministerium fünf defekte Heizungsanlagen inklusive Warmwasserversorgung und acht Fälle von Vermüllung. In 42 Fällen bestehe ein Anfangsverdacht auf Mietwucher.

Quelle: ntv.de