Der Tag

Der TagSchüler sollen Hitlergruß in Chat verschickt haben

26.07.2019, 14:04 Uhr

Fünf Gymnasiasten sollen verfassungsfeindliche Symbole und Pornos in einem Klassen-Chat verschickt haben. Die Polizei in Leonberg (Kreis Böblingen) ermittelt gegen die Schüler, teilte eine Polizei-Sprecherin mit.

Die Schüler besuchen das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Leonberg. Dort sollen sie in dem geschlossenen Chat Hakenkreuze, Hitlergrüße und sexualisierte Karikaturen sowie Verunglimpfungen von Menschen mit Down-Syndrom versendet haben. Das berichtete die "Bild"-Zeitung und veröffentlichte einen Ausschnitt aus einem Schreiben des Schulleiters Klaus Nowotzin an die Eltern, in dem er all das aufzählt. Es habe auch ein Bild eines Maschinengewehres in dem Chat gegeben. Der Untertitel dazu: "Löst bis zu 1800 Asylanträge in der Minute".

Er habe zum ersten Mal in zehn Jahren als Leiter des Gymnasiums die Polizei eingeschaltet, schrieb Nowotzin dem Bericht zufolge. Die Klasse habe erst kürzlich eine KZ-Gedenkstätte besucht. In Baden-Württemberg besteht seit April 2018 an öffentlichen Schulen eine Meldepflicht für Vorfälle mit antisemitischem, anderweitig religiösem oder ethnischem Hintergrund. 31 Schulen hätten seitdem Vorfälle an die Kultusverwaltung gemeldet, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.