Der TagSchweizer Politikerin verhalf Migranten zur illegalen Einreise

Ein Gericht hat eine schweizerische Kantonsabgeordnete wegen Schleppertätigkeit verurteilt. Die sozialistische Abgeordnete Lisa Bosia Mirra aus dem Tessin hatte nach Auffassung des Gerichts vor einem Jahr 24 Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea beim illegalen Grenzübertritt aus Italien in die Schweiz geholfen. Die Politikerin gestand die Tat und wurde zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt.
Das Gericht erkannte ausdrücklich an, dass die Parlamentarierin in guter Absicht gehandelt habe. Die Flüchtlinge hatten in Italien am grenznahen Bahnhof von Como festgesessen, Mirra wollte sie aus ihrer schwierigen Lage befreien.
Trotz der guten Absicht habe sie schweizerisches Recht gebrochen, befand das Gericht. "Die Angeklagte arbeitete zwei Wochen daran, ein Netzwerk aufzubauen, um 24 Flüchtlingen zur illegalen Einreise zu verhelfen", sagte der Richter Siro Quadri.