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Der TagSchwiegermutter am Steuer nach Gewalttat? Unterstützung für Migrationsbeauftragten

03.07.2026, 12:20 Uhr

Nach Bekanntwerden der mutmaßlichen Verwicklung seiner Schwiegermutter in die Gewalttat von Stade bekommt der niedersächsische Migrationsbeauftragte Rückendeckung. "Deniz Kurku hat richtig gehandelt, offen zu informieren, dass seine Schwiegermutter in das Geschehene verwickelt ist", betont Ministerpräsident Olaf Lies. "Ihn trifft selbst keine Schuld. Wir stehen an seiner Seite." Auch die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag stellt sich hinter ihren Parteikollegen. Kurku hatte am Donnerstag eine Stellungnahme über seine familiäre Verwicklung veröffentlicht. "Unmittelbar nachdem ich aufgrund von Medienberichten von der Betroffenheit meiner Schwiegermutter Kenntnis erhalten hatte, habe ich dieses den Ermittlungsbehörden (...) mitgeteilt", ließ der Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe über einen Rechtsanwalt mitteilen.

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Deniz Kurku sagt, er habe über die Medien von der Rolle seiner Mutter bei der Tat erfahren. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

Die 65-Jährige soll am Steuer des Fluchtwagens - mit dem mutmaßlichen Schützen als Beifahrer - gesessen haben. Die Polizei stoppte das Auto mit Schüssen. Der mutmaßliche Schütze, ein 45-Jähriger mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord vor. Er steht unter Verdacht, sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade erschossen zu haben. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Tatmotiv ein Sorgerechtsstreit um ein drei Monate altes Kind ist. Inwiefern die 65-Jährige von den Plänen wusste und welche Rolle sie bei der Tat spielte, ist nach Angaben der Ermittler noch unklar.

Quelle: ntv.de