Der TagSo viele Kegelrobben leben im Wattenmeer
Das größte Raubtier Deutschlands lebt nicht an Land, sondern im Wasser - und zumindest als Tierkind sehen sie noch sehr niedlich aus: die Kegelrobbe. Lange Zeit waren die Meeressäuger fast aus dem Wattenmeer verschwunden und deshalb werden die Bestände per Flugzeug im Winter und im Frühjahr gezählt und da gibt es gute Nachrichten: Die Zahl der im Wattenmeer und auf Helgoland lebenden Kegelrobben nimmt weiter zu. Das geht aus erhobenen Daten der Anrainerstaaten aus Deutschland, Dänemark und der Niederlande hervor, wie das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilt. Demnach wurden während des Fellwechsels im März und April 2026 insgesamt 12.497 Tiere gezählt – das sind 3,6 Prozent mehr Kegelrobben als im Jahr zuvor. Damit setze sich das Wachstum der Population der vergangenen Jahre fort, hieß es. Zudem wurden auch mehr Jungtiere gesichtet: Im Vergleich zu der Zählung in der Vorsaison stieg die Zahl der Kegelrobben-Babys um knapp 11 Prozent auf 3.385 Welpen.
Die meisten Kegelrobben leben nicht an unserer Küste, sondern im niederländischen Teil des Wattenmeers: fast 9000 Tiere. Doch auch in Schleswig-Holstein legt die Population deutlich zu: Dort habe sich die Zahl der Kegelrobben im Vergleich zum Vorjahr auf 957 Tiere fast verdoppelt. Im dänischen Wattenmeer wurden 348 Kegelrobben gezählt. Im Wattenmeer vor Niedersachsen waren es 1.222 Tiere und auf Helgoland 989. Dort gingen die Bestände allerdings jeweils leicht zurück.