Der TagSpaniens Parlament stimmt für "Nur Ja heißt Ja"
Das spanische Parlament hat dem sogenannten "Nur Ja heißt Ja"-Gesetz mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Der Gesetzentwurf der linken Regierung sieht vor, dass alle beteiligten Personen sexuellen Handlungen ausdrücklich zustimmen müssen. Der Senat muss den Entwurf noch billigen, das gilt aber als Formsache.
Sexuelle Übergriffe werden künftig als Vergewaltigung betrachtet - egal ob das Opfer sich wehrt oder eine Handlung aus Angst geschehen lässt. Auf Vergewaltigung und sexuelle Gewalt werden dann bis zu 15 Jahre Haft stehen.
In Spanien hatte es in den letzten Jahren mehrere Fälle von Gruppenvergewaltigungen gegeben, bei denen die Täter nur milde Strafen erhielten. Besonders große Empörung löste ein Fall in 2016 aus: Fünf Männer hatten eine Frau mehrfach vergewaltigt und die Taten gefilmt. Das zuständige Gericht sah den Tatbestand der Vergewaltigung dennoch als nicht gegeben an, weil es, wie es im Urteil von 2018 hieß, "weder Schläge noch Drohungen" gegeben habe und das Opfer passiv geblieben sei. Das Urteil löste Proteste im ganzen Land aus.