Der TagStadt Essen prüft Ausstieg bei RWE
Schon seit 1898 ist Essen der Unternehmenssitz von RWE. Daran wird sich nichts ändern, aber die Stadt überlegt, zumindest geschäftlich bei dem Energieversorger auszusteigen. Die Verwaltung berate bereits seit dem vergangenen Jahr, ob und wie eine weitere Beteiligung an dem Unternehmen in Zukunft aussehen könne, sagte Oberbürgermeister Thomas Kufen dem "Handelsblatt". "Wir denken hier in alle Richtungen."
Anlass ist die erneute Aussetzung der Dividende. Essen hält rund 18,8 Millionen RWE-Aktien und hatte im klammen Haushalt 25 Cent je Anteilsschein eingeplant. Damit fehlen der Stadt nun 4,5 Millionen Euro.
RWE hatte gestern einen Verlust von 5,7 Milliarden Euro für das Jahr 2016 bekannt gegeben und mitgeteilt, erneut keine Dividende auszuschütten.