Der Tag

Der TagStimmung zum Brexit zwischen "werde trauern" und "es reicht jetzt"

30.01.2020, 07:31 Uhr

Morgen ist es so weit, dann ist der Brexit beschlossene Sache und nach langem Hin und Her vollzogen. Für mich persönlich ist die Schockstarre, in die ich nach dem Referendum am 23. Juni 2016 gefallen war, langsam abgeklungen - betroffen macht mich der EU-Austritt der Briten allerdings immer noch.

  • Ähnlich geht es Europapolitikerin Katarina Barley. "Entweder verkrieche ich mich ganz alleine und bin wirklich traurig (...) oder ich suche Gleichgesinnte und wir trauern dann gemeinsam", sagte die SPD-Politikerin über ihre Pläne für die Brexitnacht am Freitag. Zuvor wollte sie noch nach London reisen. "Ich werde entweder mit britischen Verwandten und Freunden mich betrinken ... Darf man das sagen? Ich werde auf jeden Fall echt trauern."

  • Einen anderen Blick hat der Europaabgeordnete Dennis Radtke, der den Schlussstrich begrüßt: "Ich hab' die Entscheidung immer sehr bedauert, weil ich persönlich sehr anglophil eingestellt bin", sagte der CDU-Politiker. "Aber auf der anderen Seite muss man sagen, es reicht jetzt auch einfach."

Wie geht es Ihnen kurz vor dem Brexit? Würden Sie sich am liebsten verkriechen wie Katarina Barley oder sind Sie einfach froh, dass es jetzt endlich vorbei ist?