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Der TagStreit um "Mein Kampf" am Theater Konstanz

13.04.2018, 19:19 Uhr
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Die Premiere ist übrigens schon ausverkauft. (Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Eine Aufführung des Theaterstücks "Mein Kampf" von George Tabori in Konstanz sorgt im Vorfeld für Ärger.

  • Die Deutsch-Israelische Gesellschaft in der Bodensee-Region und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Konstanz kritisierten in einem offenen Brief unter anderem, dass die Premiere am 20. April auf den Geburtstag von Adolf Hitler fällt.

  • Zudem hatte das Theater den Zuschauern freien Eintritt angeboten, wenn sie bereit seien, im Saal ein Hakenkreuz-Symbol zu tragen. Wer eine reguläre Karte kaufe, sollte sich dagegen bereit erklären, einen Davidstern zu tragen.

  • Das Theater reagierte auf die Vorwürfe: Zum einen könnten Zuschauer, die das Premierendatum als Provokation empfänden, Karten umtauschen. Zudem könnten Besucher selbst entscheiden, ob sie einen Davidstern als Zeichen der Solidarität mit den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft tragen wollten. Mit der Idee der Freikarte gegen das Tragen eines Hakenkreuzes habe man unter anderem zeigen wollen, wie schnell man Menschen korrumpieren könne, sagte eine Sprecherin.