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Der TagStudie: Neubauten können Wohnungsnot nicht auffangen

22.07.2019, 06:54 Uhr

Der Wohnraum in deutschen Großstädten ist knapp. Jeder der aktuell auf Wohnungssuche ist, kann ein Liedchen davon singen. Laut einer Studie gibt es dafür einen Grund: Es werden schlichtweg zu wenig Wohnungen gebaut. So sei der Bedarf an Neubauwohnungen in Köln seit 2016 noch nicht mal zur Hälfte gedeckt worden (46 Prozent), heißt es in der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Auch in Stuttgart wurden nur 56 Prozent der Wohnungen gebaut, die nötig gewesen wären. Nur etwas besser war die Lage in München (67 Prozent), Berlin (73) und Frankfurt am Main (78). Die Autoren der Studie haben aber auch Empfehlungen, um den Wohnungsnotstand zu mindern. Entscheidend hierfür sei in den Metropolen die Bereitstellung von Bauland, um Investoren anzulocken. Zudem sollten mancherorts alte Gebäude umgebaut werden, anstatt neue zu errichten.

In der Studie wird die Zahl der in den vergangenen drei Jahren fertiggestellten Wohnungen mit dem Bedarf verglichen, den sie anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und Leerständen schätzten. In den Jahren 2019 und 2020 werden den Angaben zufolge in ganz Deutschland je 342 000 neue Wohnungen benötigt, um den Bedarf zu decken. 2018 wurden nur 287 000 Wohnungen fertiggestellt.

Mehr zu der Studie können Sie hier lesen.