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Der Tag"Super-El-Niño" könnte 2027 zum heißesten Jahr aller Zeiten machen

02.06.2026, 11:14 Uhr

Das Klimaphänomen El Niño steht nach Angaben der Weltwetterorganisation WMO vor der Tür. Was das bedeutet, weiß man von vergangenen Episoden: verheerende Dürren und Überschwemmungen sowie eine globale Durchschnittstemperatur, die den Rekord von 2024 brechen könnte. Während extreme Wetterlagen nach Beginn eines El Niño um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen, ist der Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur, die jeweils Messungen eines ganzen Jahres umfasst, vor allem im Folgejahr zu spüren - also 2027. Wie stark die Auswirkungen tatsächlich sein werden, ist schwer zu sagen. In Medien und Teilen der Forschungsgemeinschaft wird über einen Super-El-Niño spekuliert, ein besonders starkes Ereignis. Das letzte, 2023/24, gehörte zu den fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950. Wie stehen die Chancen? 50 zu 50, sagt Klimaforscher Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. "Es kann sein, kann aber auch nicht sein."

Nun ist das Klimaphänomen vor allem im tropischen Pazifik und wirkt damit erst einmal weit weg. Es könnte laut Daniela Domeisen von der ETH Zürich dadurch hier in Europa sogar kälteres und nasseres Wetter geben als üblich. Doch wir könnten einen baldigen El Niño zum Beispiel im Geldbeutel spüren, wenn die Ernten schlecht werden und die Preise für Zucker, Kaffee und andere Produkte aus diesem Teil der Welt in die Höhe schießen.

Quelle: ntv.de