Der TagSupreme Court ebnet Weg für Trumps Trans-Verbot im US-Militär

US-Präsident Donald Trump will transidente Menschen aus dem US-Militär ausschließen und bekommt dafür nun den Weg vom Supreme Court geebnet. In seiner vorigen Amtszeit hatte der Republikaner die Mehrheit im Obersten Gericht der Vereinigten Staaten mit Nachbesetzungen bereits nach rechts verschoben - und das zahlt sich für ihn nun erneut aus, wie es aussieht: Nur die drei liberalen Richter sprachen sich gegen den Beschluss der Trump-Regierung aus, auch aktive Soldatinnen und Soldaten sofort vom Militärdienst auszuschließen. Dem Beschluss zufolge sollen alle Menschen, die ihre Transidentität offen leben wollen, das Militär verlassen. Doch noch ist nicht "alles verloren" für queere Menschen im US-Militär: Bislang hat lediglich eine untere Instanz geurteilt, dass der Ausschluss dieser Menschen gegen die Verfassung verstößt, nach der alle Menschen vor dem Gesetz gleichbehandelt werden müssen. Für Trump ist die Entscheidung des Supreme Courts zwar ein juristischer Etappensieg und eine schlechte Nachricht für Betroffene, aber womöglich muss die Trump-Regierung sich noch durch alle Instanzen kämpfen, bis der Fall schließlich erneut vor dem Supreme Court landet. Das Oberste Gericht lässt lediglich den Antrag der Regierung zu, dass da Pentagon die Anordnung umsetzt, solange der Rechtsstreit noch weiter vor Gericht ausgetragen wird. Natürlich ein schwacher Trost für alle Soldatinnen und Soldaten, die nun ihre Arbeit verlieren und so öffentliche Ächtung erfahren. Es wird sicherlich nicht die letzte diskriminierende Maßnahme bleiben, die Trump gegen Menschen erlässt, die nicht seinen engstirnigen Vorstellungen entsprechen.