Der TagTerrorverdächtiger in Nizza-Prozess: "Ich bin kein Terrorist"
Im Prozess um den wohl islamistisch motivierten Anschlag in Nizza mit 86 Toten hat einer der Terrorverdächtigen in seinem Schlusswort jegliche Verbindung zur Tat abgestritten. "Ich habe nichts damit zu tun, was passiert ist", sagte der Angeklagte im Pariser Justizpalast. "Ich bin kein Terrorist." Der zweite Mann, dem die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung anlastete, äußerte sich nicht. Beide Männer hatten laut Anklage engen Kontakt zu dem Attentäter.
Sie sollen demnach von seiner Gesinnung gewusst haben und dass er in der Lage sei, einen Anschlag zu begehen. Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel auf der Flaniermeile Promenade des Anglais in Nizza mit einem tonnenschweren Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er schoss auch auf Menschen. Es gab 86 Todesopfer, darunter auch zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der Gewalttäter wurde nach der Tat erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.