Der TagTödliche Schüsse in Stade: Mordkommission ermittelt
Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Todesopfern ermittelt die Polizei weiter zu Ablauf und Hintergründen der Tat. Nun hat sie dafür eine Mordkommission eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Taten aufgrund des Vorliegens von Mordmerkmalen, insbesondere Heimtücke und niederen Beweggründen, als sechsfachen Mord. Unter den sechs Toten sind drei Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover und drei der Jugendhilfeeinrichtung der Hansestadt. Hintergrund der tödlichen Attacke ist wohl möglicherweise ein Sorgerechtsstreit. Der Tatverdächtige mit türkischer Staatsangehörigkeit hatte demnach einen Termin bezüglich des Sorgerechts für seine drei Monate alte Tochter. Um das Tatgeschehen zu rekonstruieren, wertet die Polizei gerade vor allem Hinweise aus der Bevölkerung aus und bittet Zeugen weiter um Fotos und Videos, die etwas zur Aufklärung der tödlichen Schüsse in der Jugendhilfeeinrichtung beitragen können. Unterdessen ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen.
Die beiden verdächtigen Frauen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft hat keinen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Sowohl die 34 Jahre alte Mutter der gemeinsamen Tochter als auch die Begleiterin des 45-Jährigen mutmaßlichen Täters sind aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen worden.