Der TagTop-Ökonomen nennen Lindners Agenda "vorsintflutlich" - soll nicht Finanzminister werden
Zwei führende Ökonomen haben davor gewarnt, FDP-Chef Christian Lindner den Posten des Bundesfinanzministers zu überlassen. "Das Problem besteht nicht nur darin, dass Lindners Wirtschaftspolitik - sei es bei der Schuldenbremse oder den Haushaltsregeln für Europa - eine Anhäufung konservativer Klischees ist", schreiben Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz und sein Kollege Adam Tooze in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung "Die Zeit". "Viel wichtiger ist, dass es sich um Klischees einer vergangenen Ära handelt, nämlich um die der Neunzigerjahre." Angesichts der europäischen und globalen Herausforderungen seien "große Investitionen der öffentlichen Hand von zentraler Bedeutung" - nicht eine Rückkehr zu einem Sparkurs, wie er der FDP vorschwebe, schreiben die Wissenschaftler. "Um seiner selbst willen sollte Lindner die unmögliche Aufgabe erspart werden, seine vorsintflutliche haushaltspolitische Agenda auf die finanzielle Situation von heute übertragen zu müssen."