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Der TagTrumps Truppe: Newcomer und alte Bekannte vom "Sumo-Ringer" bis zum "Gesandten"

01.11.2024, 06:47 Uhr

Im Wahlkampfteam von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sind einige Newcomer, aber auch alte Bekannte vertreten, die ihn nach Kräften unterstützen und auf die er im Falle eines Wahlsieges zählen könnte:

  • Elon Musk: Der reichste Mann der Welt unterstützt den Republikaner mit viel Geld, seinem Onlinedienst X als Sprachrohr sowie eigenen Wahlkampfauftritten. Eine derartige Einmischung eines Multimilliardärs in den Wahlkampf haben die USA noch nicht erlebt. Trump hat den 53-jährigen Hightech-Unternehmer für einen Posten in seiner Regierung vorgesehen, auf dem er Bürokratie abbauen und öffentlich Bedienstete vor die Tür setzen soll.

  • J.D. Vance: Trump machte den Senator James David Vance im Juli zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten. Der erzkonservative Hardliner, der sich aus armen Verhältnissen in Ohio nach oben kämpfte und mit dem Bestseller "Hillbilly-Elegie" bekannt wurde, hat eine 180-Grad-Wende hinter sich: 2016 hatte er über Trump noch entsetzt geschrieben, dieser werde womöglich "Amerikas Hitler" werden.

  • Richard Grenell: Trump nennt ihn "meinen Gesandten". Als solcher sorgte Grenell in Deutschland für viel Unmut, indem er in seinen zwei Jahren als US-Botschafter in Berlin (2018-2020) die Bundesregierung mehrfach öffentlich über die seiner Ansicht nach richtige Außenpolitik belehrte. Der 58-Jährige ist bedingungsloser Unterstützer des Republikaners und hofft auf den Posten des Außenministers.

  • Stephen Miller: Er agierte in der ersten Amtszeit Trumps als einer der engsten Berater des Präsidenten, war Mitverfasser seiner Reden und Vordenker seiner radikalen Migrationspolitik. Der 39-Jährige gilt als ultrarechter Scharfmacher. Bei Trumps Kundgebung im Madison Square Garden trat er auf und brüllte ins Mikrofon: "Amerika ist für Amerikaner - und nur für Amerikaner."

  • Lara Trump: Im März wurde Trumps Schwiegertochter zur Ko-Vorsitzenden des Republican National Commitee (RNC) ernannt, des Organisationsgremiums der Republikanischen Partei.

  • Steven Cheung: Der 42-Jährige ist Trumps Wahlkampfsprecher. Mit scharfen Attacken beantwortet er jedwede Kritik des politischen Gegners, dem er in der Regel das "Trump-Derangement-Syndrom" unterstellt, also eine Art Krankheit, die zu wahnhaften oder irrationalen Äußerungen über seinen Chef verleite. Trump nennt den Sohn chinesischer Einwanderer mit der massigen Figur seinen "Sumo-Ringer".

  • Linda McMahon: Die 76-Jährige ist Vorsitzende des 2021 gegründeten rechtskonservativen "America First Policy Institute", dessen Name dem Credo von Trumps Politik entspricht (Amerika zuerst). Das Institut soll, ähnlich wie Project 2025 für jede Bundesbehörde, einen Plan für die Personalbesetzung und die politische Agenda ausgearbeitet haben, der für den Fall eines Wahlsieges die Loyalität gegenüber Trump und eine aggressive Ausübung der Exekutivgewalt einfordert.

Quelle: ntv.de