Der TagUS-Behörde CDC ruft höchste Alarmstufe für Ebola aus
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihren Einsatz gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo deutlich verstärkt. Die Behörde rief nun die Notfallstufe 1 aus. Dieser Schritt ist den schwersten Gesundheitskrisen vorbehalten und sieht vor, dass die größtmögliche Anzahl an Mitarbeitern zur Bewältigung der Lage abgestellt wird. Die CDC betonte jedoch, das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit in den USA bleibe gering. Zuvor war die höchste Alarmstufe unter anderem beim Hurrikan Katrina 2005 in New Orleans und während des großen Ebola-Ausbruchs in Westafrika 2014-2016 ausgerufen worden.
Grund für die Maßnahme ist die wachsende Sorge über die schnelle Ausbreitung des seltenen Ebola-Stammes Bundibugyo. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bei dem Ausbruch im Kongo mehr als 1200 Menschen infiziert, was zu 321 Todesfällen führte. Zudem wurden 20 Fälle im Nachbarland Uganda gemeldet. Dies sei die höchste je verzeichnete Fallzahl innerhalb des ersten Monats eines Ebola-Ausbruchs.
Die US-Regierung weitet zudem ihre Hilfsmaßnahmen aus. Die CDC hat bereits 19 Mitarbeiter zur Unterstützung der Teams vor Ort entsandt und will 107 Millionen Dollar an Notfallmitteln bereitstellen. Zudem sollen Dosen eines experimentellen Ebola-Medikaments nach Afrika geschickt und 2500 Diagnosetests geliefert werden. Das Weiße Haus will beim Kongress darüber hinaus mehr als 1,4 Milliarden Dollar an neuen Mitteln beantragen. Davon sollen einem Regierungsvertreter zufolge 800 Millionen Dollar für ein Quarantänezentrum in Kenia für US-Bürger verwendet werden, die dem Virus ausgesetzt waren.