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Der TagVerbotene Liebe kostet BND-Spion den Job
24.11.2016, 16:38 Uhr
Es klingt ein bisschen nach Hollywood à la "Das Rußland-Haus": Weil sich ein deutscher Geheimdienstmann in seinem Einsatzland in eine Lettin verliebt hat, zieht ihn der Bundesnachrichtendienst 2007 aus Riga ab. Er war darüber belehrt worden, dass Zurückhaltung bei engen persönlichen Beziehungen zu Angehörigen des Einsatzlandes geboten sei, heißt es zur Begründung.
Danach wird der Spion dienstunfähig - und klagt schließlich vor dem Oberlandesgericht München gegen den BND. Er fordert knapp 400.000 Euro Schadenersatz und begründet dies mit Einkommensverlusten und anderen Einbußen. Doch das Gericht weist die Klage ab. Nun muss er zudem die Kosten des Verfahrens tragen.