Der TagVerbraucher könnten zu viel für Lachs bezahlt haben
Erste internationale Lachs-Produzenten bestätigen Razzien der EU-Kommission wegen mutmaßlich illegaler Absprachen. Die Wettbewerbshüter der Kommission hätten eine Inspektion bei Scottish Sea Farms durchgeführt, teilte der norwegische Fischkonzern SalMar mit. Man befinde sich "im konstruktiven Dialog" mit der EU-Kommission. SalMar ist indirekt zur Hälfte im Besitz der schottischen Firma.
Der in Bergen ansässige Konzern Grieg Seafood bestätigte der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, es habe Untersuchungen beim Betrieb auf den britischen Shetland-Inseln gegeben. Das Unternehmen wies einen Verdacht von sich. "Der Lachsmarkt ist von starker Konkurrenz geprägt, und uns ist keine Form von Praxis bekannt, die den Wettbewerb untergraben hat", sagte Firmensprecherin Kristina Furnes.
Die EU-Kommission geht dem Verdacht nach, dass sich Lachs-Unternehmen illegal abgesprochen und somit gegen Wettbewerbsregeln verstoßen haben. Das würde bedeuten, dass Verbraucher in Europa in der Vergangenheit möglicherweise zu hohe Preise für Atlantischen Lachs bezahlt haben. Die Kommission machte aber klar, dass es sich bei den unangemeldeten Untersuchungen um keine Vorverurteilung handele.