Der TagVon der Leyen stellt klar: "Gespräche mit Taliban bedeuten keine Anerkennung"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim Besuch eines zentralen Erstaufnahmelagers für afghanische EU-Mitarbeiter in Spanien Gespräche mit den neuen Machthabern in Kabul bestätigt. Die Verhandlungen mit den militant-islamistischen Taliban bedeuteten aber keineswegs eine Anerkennung der neuen Regierung, betont von der Leyen. Es gehe in erster Linie darum, die Evakuierungen zu erleichtern.
Sie stellte außerdem eine Erhöhung der humanitären Hilfe der Europäischen Union in Aussicht. Man müsse aber nicht nur den Ausgeflogenen helfen, "sondern auch denjenigen, die in Afghanistan geblieben sind". Es werde allerdings keine Mittel für die Taliban geben, wenn diese nicht die Menschenrechte respektieren, so von der Leyen bezüglich der Entwicklungsgelder in Höhe von einer Milliarde Euro, die für Afghanistan für die nächsten sieben Jahren vorgesehen sind.
Das Zentrum am Militärflughafen nordöstlich von Madrid dient seit Donnerstag nicht nur als Erstaufnahmelager, sondern auch als eine Art europäischer Hub aller geretteten Flüchtlinge aus Afghanistan, die für EU-Institutionen gearbeitet haben, sowie für deren Familien. Nach medizinischen Untersuchungen und Sicherheitschecks sollen die Menschen auf mehrere Länder der Union verteilt werden.