Der TagWarum es Lindt-Schokolade nicht bei Aldi und Lidl zu kaufen gibt
Wer sich dieser Tage eine Tafel Schokolade kaufen möchte, muss sich zweimal überlegen, ob er/sie sich diesen Luxus gönnen möchte. Hohe Rohkakaopreise aufgrund schlechter Ernten sorgten in den vergangenen Monaten für beispiellose Preissteigerungen. Für eine Tafel zahlten Kundinnen und Kunden im Oktober dieses Jahres im Schnitt etwa 77 Prozent mehr als 2020. Zuletzt sind die Preise an den Rohstoffbörsen zwar wieder gesunken, liegen aber weiterhin vergleichsweise hoch. Adalbert Lechner rechnet auch nicht damit, dass Schokolade bald wieder billiger wird. "Selbst wenn der Kakaopreis sinken sollte, erwarte ich nicht, dass die Preise für Schokolade sinken", sagte der Unternehmenschef von Lindt & Sprüngl im Gespräch mit der "Zeit".
Und überhaupt scheint der Schweizer Schokoladenhersteller sein hochpreisigeres Image zu zelebrieren. Denn eine Zusammenarbeit mit den deutschen Lebensmitteldiscountern Aldi und Lidl lehnt Lechner ab. "Sonst enden wir bei immer mehr und stärkeren Sonderangeboten und entwerten unsere Marke." In Supermärkten erhalte Lindt "eine Premiumplatzierung, die der Marke Raum gibt", sagte Lechner der "Zeit". Die Discounter verschleuderten die Produkte dagegen zum Tiefpreis. Lidl, Aldi Nord und Aldi Süd wollten sich auf Nachfrage nicht äußern.