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Der TagWolfgang Grupp gibt Waffe ab - Konsequenzen nach Suizidversuch

04.05.2026, 06:16 Uhr
ARCHIV-27-04-2026-Baden-Wuerttemberg-Burladingen-Wolfgang-Grupp-ehemaliger-Chef-des-Bekleidungsunternehmens-Trigema-nimmt-an-einem-Gespraech-mit-der-Deutschen-Presse-Agentur-dpa-teil
Gilt offen mit seinen mentalen Problemen um: Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp. (Foto: dpa)

"Mein Revolver, den ich aus Sicherheitsgründen hatte, ist nicht mehr da": Nach seinem Suizidversuch hat der frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp Konsequenzen gezogen. Sein Sohn hallte seine Waffe mittlerweile "unter Verschluss." Auch seinen Jagdschein habe er nicht mehr.

Der 84-Jährige hatte Mitte vergangenen Jahres einen Suizidversuch öffentlich gemacht. Er habe an Altersdepression gelitten und sich Gedanken darüber gemacht, ob er überhaupt noch gebraucht werde, hieß es in einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter. Er bedauere sehr, was geschehen sei und würde es gerne ungeschehen machen, hatte der Unternehmer geschrieben. Er habe den Schritt sofort bereut und sprach von einer belastenden Phase nach der Übergabe des Unternehmens, in der er sich vorgemacht habe, nicht mehr gebraucht zu werden, sagte Grupp. Er nehme inzwischen Medikamente und arbeite weiterhin im Unternehmen mit - wenn auch mit geringerer Belastung. Die Verantwortung liege heute bei seinen Kindern. Mehr als 2000 Zuschriften habe er nach dem Suizidversuch erhalten, viele davon von Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befunden hätten. "Das hat mich sehr bewegt."

Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie Suizidgedanken haben oder jemand in Ihrem Umfeld, suchen Sie bitte Hilfe - bei der Telefonseelsorge unter 0800 / 111 0 111, dem Notruf 112, dem medizinischen Notdienst 116 117 oder auf suizidprophylaxe.de

Quelle: ntv.de