Der TagZollfahnder sprengen Solarzellen-Betrugsring

Eine Nürnberger Firma hat womöglich beim Import von Solarmodulen mehr als 30 Millionen Euro Antidumping- und Ausgleichszölle hinterzogen – durch ein ausgeklügeltes System.
Zollfahnder durchsuchten 14 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wegen Verdachts der Steuerhinterziehung beziehungsweise Steuerhehlerei. Dabei vollstreckten die Beamten drei Haftbefehle.
Der Verdacht: In China produzierte Solarmodule sollen unter falschen Angaben oder Umgehung bestehender Regelungen in die EU importiert worden sein.
Chinesische Billigimporte sollen zum Schutz der europäischen Wirtschaft unterbunden werden. Die Einhaltung des Mindesteinfuhrpreises soll jedoch lediglich vorgetäuscht und der Preis durch verschleierte Rückzahlungen oder Manipulation von Montage- und Zubehörkosten unterschritten worden sein. Es soll ein ausgeklügeltes Modell von Schein- und Briefkastenfirmen in Luxemburg und Hongkong geben.
Die Solarmodule wurden demnach per Container über die Seehäfen Rotterdam und Hamburg eingeführt.