Der Tag

Der TagZollfahnder sprengen Solarzellen-Betrugsring

10.10.2017, 10:40 Uhr
7d5fe44cd8624171ed047744f58c9e77
(Symbolbild) (Foto: dpa)

Eine Nürnberger Firma hat womöglich beim Import von Solarmodulen mehr als 30 Millionen Euro Antidumping- und Ausgleichszölle hinterzogen – durch ein ausgeklügeltes System.

  • Zollfahnder durchsuchten 14 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wegen Verdachts der Steuerhinterziehung beziehungsweise Steuerhehlerei. Dabei vollstreckten die Beamten drei Haftbefehle.

  • Der Verdacht: In China produzierte Solarmodule sollen unter falschen Angaben oder Umgehung bestehender Regelungen in die EU importiert worden sein.

  • Chinesische Billigimporte sollen zum Schutz der europäischen Wirtschaft unterbunden werden. Die Einhaltung des Mindesteinfuhrpreises soll jedoch lediglich vorgetäuscht und der Preis durch verschleierte Rückzahlungen oder Manipulation von Montage- und Zubehörkosten unterschritten worden sein. Es soll ein ausgeklügeltes Modell von Schein- und Briefkastenfirmen in Luxemburg und Hongkong geben.

Die Solarmodule wurden demnach per Container über die Seehäfen Rotterdam und Hamburg eingeführt.