Der TagZschäpe ist schlecht: NSU-Plädoyer erst nach Ostern
Weil die Hauptangeklagte Beate Zschäpe weiter krank ist, wird der NSU-Prozess in München erst nach der Osterpause fortgesetzt.
Das Oberlandesgericht München sagte den kompletten Verhandlungstag ab.
Zschäpe wurde erst gar nicht von der Strafanstalt Stadelheim ins Justizgebäude gebracht.
Die Geschäftsstelle des Gerichts erfuhr erst eine knappe Stunde vor dem angesetzten Verhandlungsbeginn von Zschäpes Unpässlichkeit.
Am Vortag hatte Zschäpe-Verteidiger Hermann Borchert vom Gericht schon das Wort für seinen Schlussvortrag erhalten, gleich im ersten Satz aber auf Kopfschmerzen und Übelkeit bei seiner Mandantin hingewiesen.
Nun hat Borchert knapp zweieinhalb Wochen mehr Zeit, am Plädoyer zu feilen - nächster Prozesstermin ist der 10. April.
Der NSU-Prozess dauert jetzt knapp fünf Jahre. Die Beweisaufnahme und die Plädoyers von Bundesanwaltschaft und Nebenklägern sind bereits seit mehreren Monaten beendet. Die Anklage wirft Zschäpe Mittäterschaft bei allen Verbrechen des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrunds" vor und hat für die 43-Jährige lebenslange Haft gefordert.