Der Tag"Zu linksradikal": Kapitän Reisch verlässt Mission Lifeline

Seenotretter Claus-Peter Reisch fährt nicht mehr für Mission Lifeline aufs Meer. Das hat der 58-Jährige in einem "Zeit"-Interview bekannt gegeben.
"Es gibt Differenzen zwischen uns", erklärte Reisch, "vor allem gefällt mir deren politische Agitation nicht".
Der Kapitän könne sich nicht "mit Aussagen gemeinmachen, wie etwa, der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sei ein Baby-Hitler". Vieles sei ihm "zu linksradikal", so Reisch.
Dennoch möchte Reisch wieder eine Seenotrettungsmission fahren, möchte aber zunächst eine Pause machen, um "juristische Baustellen" abzuschließen.
Vor wenigen Tagen wurde Reisch in Malta in einem Berufungsverfahren freigesprochen. Ihm war vorgeworfen worden, sein Rettungsboot "Lifeline" sei nicht richtig registriert gewesen. Er wurde in erster Instanz letztes Jahr zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro verurteilt, dagegen ging er in Berufung.