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Der TagZu wenig Wasser in den Flüssen

29.11.2022, 12:44 Uhr

Im vergangenen Jahr haben die Flüsse in großen Weltregionen weniger Wasser geführt als im langjährigen Durchschnitt. Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem ersten Bericht über die Frischwasserreserven der Welt. Sie spricht von einem negativen Trend.

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Blick auf den Fluss Ter, der zu einem Stausee in der Nähe von Vilanova de Sau fließt. In der spanischen Region Katalonien beginnen Beschränkungen der Wassernutzung für die Landwirtschaft und für Freizeitaktivitäten, da die monatelange Dürre, die verheerende Folgen für die Ernten hatte, die menschlichen Lebensbedingungen zunehmend einschränkt. (Foto: dpa)

2021 hätten große Teile der Erde trockenere Perioden als im langjährigen Durchschnitt erlebt. Die WMO untersuchte die Abflussmengen von Flüssen. Die Regionen mit unterdurchschnittlichen Abflussmengen seien 2021 doppelt so groß gewesen wie die Regionen mit überdurchschnittlichen Abflussmengen. Die Vergleichsgröße ist für das jeweilige Gebiet der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Für Europa sind in dem Bericht keine großen Abweichungen vom Durchschnitt angegeben. Der Klimawandel verändere den Wasserhaushalt, aber es gebe noch zu wenig Informationen über die Qualität, Menge und Verteilung der Frischwasserreserven.

Unterdurchschnittliche Abflussmengen erlebten etwa einige Regionen in Südosten Südamerikas und in den südlichen USA, sowie in Afrika die Flüsse Niger, Volta, Nil und Kongo und Regionen im Osten Russlands und in Zentralasien. Mehr Wasser floss unter anderem im Norden des nordamerikanischen Kontinents und in China am Fluss Amur.

Quelle: ntv.de