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Der TagZwei Tote bei Protesten gegen Ebola-Station für US-Bürger in Kenia

02.06.2026, 12:23 Uhr

Die Trump-Regierung lehnt es strikt ab, mit Ebola infizierte US-Bürger für die Behandlung ins eigene Land zu holen. Stattdessen lässt Washington nun eine Quarantänestation in Kenia errichten für US-Bürger, die sich der Demokratischen Republik Kongo oder in Uganda damit infiziert haben könnten. Es ist wenig überraschend, dass nicht alle Kenianerinnen und Kenianer von diesen Plänen der US-Regierung begeistert sind, die eigenen Ebola-Fälle in das afrikanische Land auszulagern. Deshalb kommt es zu massiven Protesten, bei denen nach Angaben der Organisatoren zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Die Demonstranten seien in der Stadt Nanyuki an ihren Schusswunden gestorben, nachdem die Polizei gestern das Feuer auf Hunderte Teilnehmer eröffnet habe, sagte Mitorganisator Patrick Wahome der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Insider aus Sicherheitskreisen bestätigte die Todesfälle, nannte jedoch keine Details zur Ursache. Ein Polizeisprecher erklärte, ihm seien keine Toten bekannt. Kenias Präsident William Ruto verteidigte das Projekt und betonte, die Station werde auch Kenianern und anderen Ausländern offenstehen. US-Vertreter haben dies bislang jedoch nicht bestätigt.

Warum ausgerechnet Kenia? In Nanyuki befindet sich der Luftwaffenstützpunkt Laikipia, auf dem die 50-Betten-Einrichtung entstehen soll. US-Militärmaschinen flogen in den vergangenen Tagen nach Angaben von Insidern Personal und Ausrüstung ein. Nun hat ein kenianisches Gericht die Pläne für die Station für weitere drei Wochen gestoppt.

Quelle: ntv.de