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Der TagAbgeschnitten von der Außenwelt - Spanier müssen sich vielerorts selbst helfen

01.11.2024, 10:01 Uhr

"Hören großes Entsetzen über Spaniens Regierung"

Am dritten Tag nach den schweren Unwettern im Süden und Osten Spaniens mit mindestens 158 Toten und Dutzenden Vermissten sind weiter viele Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten und müssen Hilfe für die Einwohner auf eigene Faust organisieren. Es fehle an allem, sagt die Bürgermeisterin des besonders stark verwüsteten Ortes Catarroja südlich der Großstadt Valencia, Lorena Silvent, Essen, Trinkwasser, Geräte zur Wiederherstellung der Wasserversorgung, Kleidung. Auch die Stromversorgung und die Telekommunikationsnetze seien nicht überall wiederhergestellt.

Silvent plant nun, Versorgungspunkte in dem knapp 30.000 Einwohner zählenden Ort aufzubauen, wo Spenden wie Lebensmittel und Kleidung verteilt werden sollen. Auch wolle sie eine Anlaufstelle für medizinische Versorgung rund um die Uhr einrichten. Auch in anderen Orten organisieren Bürgermeister mittlerweile Hilfe für die Einwohner. "Wir mussten einen Supermarkt ausräumen, um Lebensmittel an die Bevölkerung zu verteilen", sagte der Bürgermeister des Orts Alfafar, Juan Ramón Adsuara. In der Gemeinde mit 20.000 Einwohnern gebe es noch Menschen, die mit Leichen in ihren Häusern lebten.

Spaniens Regierung kündigte für Freitag an, dass weitere 500 Soldaten in den betroffenen Gebieten zur Verstärkung eingesetzt werden. Mehr als 1200 Soldaten helfen bereits zusätzlich zu Rettungskräften mit.

Quelle: ntv.de