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Hoffen auf MilliardengewinnAktionäre blicken auf Allianz

03.05.2010, 18:01 Uhr

Die Allianz-Aktionäre können zur Hauptversammlung auf gute Neuigkeiten hoffen. Wie schon bei vorangegangenen Aktionärstreffen dürfte Europas größter Versicherungskonzern erste Eckdaten zum Verlauf des ersten Quartals bekanntgeben - und das weckt Begehrlichkeiten.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen zwischen Januar und März wieder gut eine Mrd. Euro verdient hat. Ob Allianz-Chef Michael Diekmann den Anlegern auf der Hauptversammlung am 5. Mai allerdings einen konkreten Jahresausblick mit auf den Weg gibt, ist fraglich. Zuletzt blieb er mit Blick auf das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld vorsichtig.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Allianz nach der Trennung vom einstigen Sorgenkind Dresdner Bank wieder Milliarden verdient. Die Aktionäre dürften deshalb heilfroh sein, dass der verlustreiche Ausflug des Versicherers in die Allfinanz-Welt nach dem Verkauf der Dresdner an die Commerzbank beendet ist.

Für die Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise stellen Aktionärsschützer dem Versicherer derweil ein insgesamt positives Zeugnis aus. Der Konzern sei insgesamt gut durch die turbulenten Zeiten an den internationalen Kapitalmärkten gekommen, sagt Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Kritisch sieht sie allerdings die Anlagepolitik des Konzerns. Es sei unklar, wie die Allianz angesichts niedriger Kapitalanlage-Renditen beispielsweise die Garantiezinsen für die Lebensversicherung erwirtschaften will.

In den Blickpunkt könnte bei dem Aktionärstreffen auch das Milliarden-Hilfspaket für Griechenland geraten. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass sich neben der Deutschen Bank auch die Versicherer Munich Re (früher: Münchener Rück) und Allianz an dem Paket beteiligen wollen, was beide Unternehmen aber unkommentiert ließen. Ihr eigenes Engagement in griechischen Staatsanleihen hatte die Allianz Ende Februar auf netto rund 900 Mio. Euro beziffert.

Quelle: dpa