Der TagHegseth zitiert bei Gottesdienst plötzlich aus "Pulp Fiction"
Der selbsterklärte "Kriegsminister" der USA, Pete Hegseth, hat während eines Gottesdienstes im Pentagon ein Gebet vorgelesen, das Filmfans sofort aufhorchen ließ: Die Worte stammen nicht aus der Bibel, sondern aus Pulp Fiction - jenem Monolog, den Samuel L. Jackson als Auftragsmörder Jules Winnfield vor dem Abdrücken rezitiert. Das Zitat hat sich Tarantino von dem japanischen Film "The Bodyguard" aus 1973 abgeschaut.
Anders als zunächst berichtet, wusste Hegseth das jedoch - und sagte es auch. Vor der Lesung erklärte er, das Gebet trage in der Militärwelt den Namen "CSAR 25:17", angelehnt an Hesekiel 25:17, und werde von Piloten vor Combat-Such-und-Rettungsmissionen gesprochen. Ein Gebet mit Filmzitat also, das in der US-Armee offenbar fester Bestandteil der Einsatzvorbereitung ist.
Zu Deutsch sagten Jules Winnfield und Pete Hegseth folgendes: "Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe." Nur die letzten zwei Sätze stehen tatsächlich in der Bibel.
Berichtigung: In einer früheren Version dieses Eintrags hieß es, Hegseth habe das Filmzitat versehentlich als Bibelstelle ausgegeben und sich damit blamiert. Das war falsch. Er erläuterte die Herkunft des Gebets ausdrücklich. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.