BRIC Country Rotator IndexIndexschwergewicht Indien
Mit dem UBS BRIC Country Rotator Index-Zertifikat setzen Anleger immer auf jenen Index, der in den vorangegangenen sechs Monaten die beste Performance erzielt hatte.
BRIC
– mit diesem Akronym hat der Chefökonom von Goldman Sachs, Jim O’Neill, Ende
2001 die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China als
meistversprechende Wachstumsmärkte mit enormem Kurspotenzial ausgerufen. Mit dem
simplen Grundsatz aller Trendfolgemodelle ? „Von einem Trend erwartet man, dass
er sich fortsetzt.“ ? hat sich Anfang Juni 2006 die UBS der Optimierung von
BRIC-Investments verschrieben. Der BRIC Country Rotator Index investiert zwar
immer in alle vier BRIC-Staaten, jedoch mit halbjährlich ? jeweils zum Ultimo
der Monate Juni und Dezember – wechselnden Gewichtungen. Derjenige Länderindex,
der über die letzten sechs Monate die beste Performance ausweist, wird in der
nächsten Periode zum Schwergewicht.
Aktuell
nimmt der UBS India ADR Index mit 40 Prozent Gewichtung diese Spitzenposition
ein, gefolgt vom RTX Russian Traded Index (30 Prozent) und dem HSCEI Hang Seng
China Enterprise Index (20 Prozent). Das Schlusslicht im Portfolio stellt der
MSCI Brazil Index mit 10 Prozent Gewichtung. Auf Sicht der letzten 36 Monate
konnte der Index auf Basis des Rotationsmechanismus alle vier Einzelindizes
hinter sich lassen: Am besten schlägt sich noch der RTX mit nur sechs
Prozentpunkten Abstand, am schlechtesten der MSCI Brazil (minus 26
Prozentpunkte gegenüber dem Index).
Der beste Performer erhält die höchste Gewichtung
Da
der UBS BRIC Country Rotator Index per 31.06.1998 auf 100 Indexpunkte normiert
wurde und das Open End-Zertifikat auf diesen Index (ISIN: CH0025779734)
bei einem Stand von 487,68 Punkten zu 100 Euro emittiert wurde, ergibt sich ein
etwas unhandliches Bezugsverhältnis von 0,205052 (Indizes je Zertifikat). Die
Notierung sämtlicher Einzelindizes in Fremdwährung bedingt ein Wechselkursrisiko
gegenüber dem in Euro denominierten Zertifikat – daher liegt das Zertifikat
trotz positiver Indexperformance über die letzten drei Jahre in etwa gleichauf
mit dem Kurs zu Beginn dieser Periode.
Da
das Zertifikat bereits an der Börse eingeführt ist, entfällt ein
Ausgabeaufschlag. Die Emittentin erhebt eine Managementgebühr von 0,25 Prozent
pro Quartal. Die Geld-Brief-Spanne beträgt zwei Prozent – das erscheint üppig,
kann zum Teil aber durch die abweichenden Handelszeiten der Referenzbörsen und
die dadurch mangelhaften Absicherungsmöglichkeiten gerechtfertigt werden.
ZertifikateReport-Fazit:
Investoren, die zum einen an die BRIC-Staaten glauben und zum anderen sicher
sind, dass diese sich nicht gerade in einem Seitwärtsmarkt bewegen ? denn dann
kauft ein Trendfolgesystem immer teuer und verkauft billig ?, sollten sowohl
die Volatilität der zugrundeliegenden Indizes als auch das Fremdwährungsrisiko
in ihre Investitionsentscheidung einbeziehen.