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BRIC Country Rotator IndexIndexschwergewicht Indien

15.10.2012, 10:29 Uhr
imageThorsten Welgen, ZertifikateReport

Mit dem UBS BRIC Country Rotator Index-Zertifikat setzen Anleger immer auf jenen Index, der in den vorangegangenen sechs Monaten die beste Performance erzielt hatte.

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(Foto: picture alliance / dpa)

BRIC

– mit diesem Akronym hat der Chefökonom von Goldman Sachs, Jim O’Neill, Ende

2001 die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China als

meistversprechende Wachstumsmärkte mit enormem Kurspotenzial ausgerufen. Mit dem

simplen Grundsatz aller Trendfolgemodelle ? „Von einem Trend erwartet man, dass

er sich fortsetzt.“ ? hat sich Anfang Juni 2006 die UBS der Optimierung von

BRIC-Investments verschrieben. Der BRIC Country Rotator Index investiert zwar

immer in alle vier BRIC-Staaten, jedoch mit halbjährlich ? jeweils zum Ultimo

der Monate Juni und Dezember – wechselnden Gewichtungen. Derjenige Länderindex,

der über die letzten sechs Monate die beste Performance ausweist, wird in der

nächsten Periode zum Schwergewicht.

Aktuell

nimmt der UBS India ADR Index mit 40 Prozent Gewichtung diese Spitzenposition

ein, gefolgt vom RTX Russian Traded Index (30 Prozent) und dem HSCEI Hang Seng

China Enterprise Index (20 Prozent). Das Schlusslicht im Portfolio stellt der

MSCI Brazil Index mit 10 Prozent Gewichtung. Auf Sicht der letzten 36 Monate

konnte der Index auf Basis des Rotationsmechanismus alle vier Einzelindizes

hinter sich lassen: Am besten schlägt sich noch der RTX mit nur sechs

Prozentpunkten Abstand, am schlechtesten der MSCI Brazil (minus 26

Prozentpunkte gegenüber dem Index).

Der beste Performer erhält die höchste Gewichtung

Da

der UBS BRIC Country Rotator Index per 31.06.1998 auf 100 Indexpunkte normiert

wurde und das Open End-Zertifikat auf diesen Index (ISIN: CH0025779734)

bei einem Stand von 487,68 Punkten zu 100 Euro emittiert wurde, ergibt sich ein

etwas unhandliches Bezugsverhältnis von 0,205052 (Indizes je Zertifikat). Die

Notierung sämtlicher Einzelindizes in Fremdwährung bedingt ein Wechselkursrisiko

gegenüber dem in Euro denominierten Zertifikat – daher liegt das Zertifikat

trotz positiver Indexperformance über die letzten drei Jahre in etwa gleichauf

mit dem Kurs zu Beginn dieser Periode.

Da

das Zertifikat bereits an der Börse eingeführt ist, entfällt ein

Ausgabeaufschlag. Die Emittentin erhebt eine Managementgebühr von 0,25 Prozent

pro Quartal. Die Geld-Brief-Spanne beträgt zwei Prozent – das erscheint üppig,

kann zum Teil aber durch die abweichenden Handelszeiten der Referenzbörsen und

die dadurch mangelhaften Absicherungsmöglichkeiten gerechtfertigt werden.

ZertifikateReport-Fazit:

Investoren, die zum einen an die BRIC-Staaten glauben und zum anderen sicher

sind, dass diese sich nicht gerade in einem Seitwärtsmarkt bewegen ? denn dann

kauft ein Trendfolgesystem immer teuer und verkauft billig ?, sollten sowohl

die Volatilität der zugrundeliegenden Indizes als auch das Fremdwährungsrisiko

in ihre Investitionsentscheidung einbeziehen.

Quelle: ntv.de