Wer bei Halloween noch immer nur an Charlie Brown und den Großen Kürbis denkt, hat entweder keine Kinder oder gehört zum alten Eisen.Bild 1 von 18 Wie der Valentinstag ist Halloween vor allem als Konsumtag nach Deutschland gekommen. Dennoch gehört das Gruselfest zur Verwunderung vieler Eltern in Kindergärten, Kitas und Schulen längst zum etablierten Feiertagsbestand.Bild 2 von 18 Nicht wenige Eltern befürchten, dass Halloween ältere Traditionen verdrängen könnte: den St. Martinszug (11. November), das Lambertussingen im Münsterland (17. September) oder den Klobes- oder Glowesabend aus der Gegend um Kassel (6. Dezember).Bild 3 von 18 Im Gegensatz zu diesen eher religiös aufgeladenen Umzügen ist Halloween kommerziell erfolgreich und bundesweit zu vermarkten.Bild 4 von 18 Wie der Valentinstag wurde Halloween aus den USA nach Deutschland importiert; wie der Valentinstag kommt Halloween ursprünglich von den britischen Inseln.Bild 5 von 18 Halloween wird am 31. Oktober gefeiert, also am Vorabend von Allerheiligen. Das Wort "Halloween" kommt von "All Hallows Eve": der Vorabend von Allerheiligen.Bild 6 von 18 Seinen Ursprung hat Halloween im keltischen Samhain-Fest, mit dem das Ende des Sommers gefeiert wurde. Das irische Wort "Samhain" (gesprochen etwa Sa-winn) bedeutet schlicht November. Zu Beginn dieses Monats feierten die Kelten die Ernte und ...Bild 7 von 18 ... den Anbruch des neuen Jahres. In der keltischen Mythologie war an den Berührungspunkten der Jahreszeiten Kontakt zwischen Geisterwelt und Sterblichen möglich. Die Samhain-Nacht galt als Nacht der Begegnung von Lebenden und Toten.Bild 8 von 18 Wie viele andere heidnische Bräuche wurde auch Samhain in die kirchlichen Riten integriert. Statt Samhain wurden nun Allerheiligen und Allerseelen gefeiert, ebenfalls Feste für die Toten. Der Glaube an die Rückkehr der Toten am Vorabend von Allerheiligen blieb bestehen.Bild 9 von 18 Nach wie vor vertrieben die nun christlichen Iren die bösen Geister mit schaurigen Fratzen. Ursprünglich wurden diese Gesichter in Rüben geschnitzt und mit einer Kerze erleuchtet.Bild 10 von 18 Iren, die in die USA auswanderten, nahmen diesen Brauch mit. In der neuen Welt wurde aus der Rübe ein Kürbis.Bild 11 von 18 Heute ist Halloween in den USA vor allem ein Fest für Kinder. Als Gespenster und Hexen verkleidet ziehen sie von Haus zu Haus, drohen mit einem Streich und fordern Geld und Süßigkeiten: "Trick or Treat".Bild 12 von 18 In Deutschland wurde daraus das reichlich unverhohlene "Süßes oder Saures". Aus Österreich wird bereits von Sachbeschädigungen zu Halloween berichtet. 2004 wurden nahezu 800 zum Teil schwere Fälle in Folge des Verkleidungsfests angezeigt.Bild 13 von 18 Nach Angaben des österreichischen Bundeskriminalamtes kam es in 300 Fällen zu regelrechtem Vandalismus. Besonders häufig wurden Scheiben zertrümmert und Autos zerkratzt. Aber auch Telefonhäuschen wurden zerstört und Verkehrsschilder herausgerissen.Bild 14 von 18 Kulturpessimisten und die evangelische Kirche sind von Halloween nicht begeistert. "Die grinsenden Kürbisse sind hohl, es ist nichts dahinter", sagt etwa Landesbischof Johannes Friedrich.Bild 15 von 18 Verärgert ist die Kirche, weil Halloween mehr Aufmerksamkeit erfährt als der Reformationstag.Bild 16 von 18 Der Bischof ist sicher, Halloween habe keine Zukunft, denn "Angst" öffne zwar den Geldbeutel, sei aber keine tragfähige Grundlage für ein Leben.Bild 17 von 18 Vielleicht folgt Deutschland ja dem französischen Vorbild. Frankreich erlebte in den 90er Jahren einen regelrechten Halloween-Boom. 2006 titelte die Tageszeitung "Le Parisien" jedoch: "Halloween ist tot". Allerdings mag hier der Wunsch Vater des Gedanken gewesen sein.Bild 18 von 18