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Dienstag, 08. November 2016

Zur Belohnung eine Übung: Die Kinderkadetten von Stawropol

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An der General-Jermolow-Schule im südrussischen Stawropol stehen die Kinder in Reih und Glied. (Foto: REUTERS)

An der General-Jermolow-Schule im südrussischen Stawropol stehen die Kinder in Reih und Glied.

An der General-Jermolow-Schule im südrussischen Stawropol stehen die Kinder in Reih und Glied.

Hier herrschen Disziplin und Ordnung.

Die Schule wurde 2002 als Kadettenschule gegründet.

Neben dem üblichen Lehrplan für Mittelschulen ...

... werden Kinder an der staatlichen Einrichtung militärisch ausgebildet.

Die jüngsten Schüler sind gerade mal zehn Jahre alt.

Die Schule heißt nach dem zaristischen General Alexej Petrowitsch Jermolow, ...

... der im 19. Jahrhundert die russischen Truppen im Kaukasus-Krieg befehligte.

Viele der Schülerinnen und Schüler stammen aus Militärfamilien.

Der Besuch steht jedoch grundsätzlich jedem Kind offen, ...

... das mit dem Internatsleben fern der eigenen Familie ...

... und dem militärischen Drill klarkommt.

Angenommen werden natürlich nur die Besten.

Immerhin werden hier künftige Eliten gemacht.

Die Kinder bekommen eine Schießausbildung ...

... und trainieren ständig im Gelände.

Die kleinen Kadetten sollen körperlich fit sein.

Aber auch kampferprobt und patriotisch eingestellt.

Spezielle Ausbildungseinheiten gibt es nur als Belohnung für besonders gute Leistungen.

Kadettenschulen wie diese haben eine lange Tradition in Russland.

Sie wurden bereits im Zarenreich von Kosaken betrieben.

Nach dem Ende der Sowjetunion entstanden in ganz Russland wieder solche Bildungseinrichtungen.

Die erste dieser Schulen wurde bereits 1992 in Nowotscherkassk gegründet.

Inzwischen gibt es mehr als 200 dieser Einrichtungen im ganzen Land.

Der Staat lässt sich die Heranbildung des militärischen Nachwuchses einiges kosten.

Die Eltern müssen keinerlei Schulgeld zahlen.

Russlands früherer Präsident Dmitrij Medwedew versprach dafür die Erziehung der Kinder zu Patrioten.

Es gibt Stunden in Militärgeschichte, ...

... jede Menge Sport, ...

... und Gemeinschaftsunterkünfte.

Viele Eltern schwärmen von der Ausbildung, bei denen ihre Kinder Zucht und Ordnung lernten.

Andere beklagen hingegen, dass auch körperliche Übergriffe und harte Strafen an der Tagesordnung sind.

Ein Recht auf Privatsphäre gebe es für die Kinder nicht.

Doch wer hier besteht, ...

... kann im heutigen Russland auf eine Karriere hoffen.

Absolventen können später die Offizierslaufbahn einschlagen oder an einer angesehenen Universität studieren.

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