Alle Jahre wieder hetzen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Altstadt des nordspanischen Pamplona.Bild 1 von 26 Die tägliche Hatz ("encierro") zur Stierkampfarena zwischen dem 7. und 14. Juli ist Teil des Volksfestes zu Ehren von Pamplonas Schutzpatron San Fermin.Bild 2 von 26 Die Feierlichkeiten zu Ehren beginnen immer mit dem Abschuss einer Rakete vom Rathausbalkon.Bild 3 von 26 Zu den "204 Stunden Fiesta nonstop" werden jedes Jahr bis zu eine Million Besucher aus aller Welt erwartet.Bild 4 von 26 Im Volksmund wird das Volksfest "Sanfermines" genannt.Bild 5 von 26 Junge Männer ("mozos"), die weiße Hosen und Hemden sowie rote Halstücher und Schärpen tragen, laufen bei der Jagd vor den Tieren her.Bild 6 von 26 Als einzige "Waffe", um die Stiere von sich fern zu halten, dient ihnen eine zusammengerollte Zeitung.Bild 7 von 26 Beim täglichen Stierkampf abends werden die Stiere in der Regel alle getötet.Bild 8 von 26 Begnadigt werden nur die, die besonders mutig sind und sich als Zuchtbullen eignen.Bild 9 von 26 Abgesperrte Seitenstraßen verhindern, dass die Tiere auf der 825 Meter langen Strecke ausreißen.Bild 10 von 26 Durch schmale Öffnungen können sich die "mozos" flüchten. Eine Hatz dauert meist keine vier Minuten.Bild 11 von 26 Die rund 600 Kilogramm schweren Stiere laufen bis zu 25 Kilometer in der Stunde schnell.Bild 12 von 26 Seit 1924 kamen bei der Hatz 15 Treiber ums Leben.Bild 13 von 26 Sie waren von den Stieren auf die Hörner genommen oder zu Tode getrampelt worden.Bild 14 von 26 Jedes Jahr werden auch viele Teilnehmer verletzt. Oft sind unerfahrene Urlauber die Opfer.Bild 15 von 26 Sie wissen nicht, was sie tun sollen, wenn es brenzlig wird: Die Profis werfen sich auf den Boden, verschränken die Arme über dem Kopf und bleiben regungslos liegen, bis die Bullen vorbeigerannt sind.Bild 16 von 26 Die meisten Verletzungen gehen indes nicht auf die Stiere zurück, sondern auf Stürze von Teilnehmern.Bild 17 von 26 Oftmals ist der Andrang auf der Strecke so groß, dass die Läufer sich gegenseitig behindern und auf dem holprigen Kopfsteinpflaster stolpern.Bild 18 von 26 Während die echten "mozos" sich monatelang auf die Hatz vorbereiten, riskieren viele ausländische Möchtegern-Toreros auf der Suche nach dem ultimativen Adrenalinkick jedes Jahr leichtsinnig Kopf und Kragen.Bild 19 von 26 Nicht selten gehen sie nach einer durchzechten Nacht auf die Strecke, versuchen, die Stiere zu reiten oder sie am Schwanz zu packen.Bild 20 von 26 Damit bringen sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr: Die Tiere bleiben stehen, wenden und gehen gezielt auf einzelne Läufer los.Bild 21 von 26 Berühmt wurde das Treiben durch Hemingways Roman "Fiesta".Bild 22 von 26 Als der Schriftsteller die Stierhatz in den 20er Jahren erstmals miterlebte, verirrte sich kaum mehr als eine Hand voll Fremde dorthin.Bild 23 von 26 Inzwischen ist der jahrhundertealte Brauch ein Massenspektakel.Bild 24 von 26 Für den Deutsche Tierschutzbund und viele andere Organisationen ist die Hatz eine als Kulturtradition getarnte Tierquälerei.Bild 25 von 26 Ihre Kritik: "Wer das Stiertreiben in Pamplona oder irgendwelche anderen Stierkämpfe als fröhliches und traditionelles Ereignis feiert, verschließt die Augen vor Tierleid und dem äußerst grausamen Umgang mit den Tieren."Bild 26 von 26