Unglück in Köln: Historisches Stadtarchiv eingestürzt
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In Köln ist das Historische Stadtarchiv komplett eingestürzt.Bild 1 von 56 Ein angrenzendes Wohnhaus wurde ebenfalls völlig zerstört.Bild 2 von 56 Von einem weiteren Wohnhaus steht praktisch nur noch die Hälfte.Bild 3 von 56 Zwei Menschen werden in den Trümmern vermutet.Bild 4 von 56 Dabei handelt es sich um zwei Männer, die die Dachgeschosswohnung eines an das Archiv angrenzenden Hauses bewohnten.Bild 5 von 56 Berichte über zwei weitere, in einem Auto verschüttete Menschen bestätigten sich dagegen nicht.Bild 6 von 56 Die meisten Bewohner der beiden angrenzenden Wohnhäuser ...Bild 7 von 56 ... sowie die Mitarbeiter des Stadtarchivs konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.Bild 8 von 56 Mitarbeiter des Archivs hatten kurz vor dem Unglück am frühen Nachmittag des 3. März 2009in dem Gebäude Geräusche vernommen und daraufhin die Kollegen gewarnt.Bild 9 von 56 Innerhalb von drei Minuten hatten die Archivmitarbeiter, Handwerker und Gäste das Haus verlassen.Bild 10 von 56 Dann gab es, wie Augenzeugen berichten, einen "Riesenkrach". Eine mehrere Stockwerke hohe Staubwolke verhüllte die Straße.Bild 11 von 56 "Die komplette Kreuzung war in dunklem Nebel."Bild 12 von 56 Das mehrgeschossige Gebäude kollabierte auf einer etwa 30 Meter breiten Front an einer Hauptstraße.Bild 13 von 56 Die Trümmer stürzten auch auf die Straße und eine nahe gelegene U-Bahn-Baustelle.Bild 14 von 56 Die Bergungsarbeiten sind nach Angaben der Feuerwehr "sehr kompliziert und äußerst mühsam".Bild 15 von 56 Die Versorgungsleitungen für Wasser und Gas wurden gesperrt.Bild 16 von 56 Hunderte Helfer sind im Einsatz.Bild 17 von 56 Das Gebiet ist weiträumig abgesperrt.Bild 18 von 56 In der Nacht zum Mittwoch bahnten sich die Rettungskräfte einen Weg über die Rückseite des Geländes zu der Unglücksstelle.Bild 19 von 56 Dazu wurden mehrere Garagen abgerissen und eine künstliche Rampe errichtet.Bild 20 von 56 Räumfahrzeuge und ein Kran müssen zunächst die Dachreste der Nebengebäude abtragen, ...Bild 21 von 56 ... die auf die Trümmer zu stürzen drohen.Bild 22 von 56 Hunderte Kubikmeter Beton wurden bereits in die Grube gepumpt, um die Unglücksstelle zu stabilisieren.Bild 23 von 56 Erst dann kann mit der Suche nach den Vermissten begonnen werden.Bild 24 von 56 "Wir arbeiten hier immer noch unter Lebensgefahr", sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr Frank Stobbe.Bild 25 von 56 Der Präsident des Technischen Hilfswerks (THW), Albrecht Broemme, spricht von einer "fatalen Situation".Bild 26 von 56 "Weite Teile des Trümmerkegels sind derart gefährlich, dass Einsatzkräfte zurzeit nicht hinkönnen", sagte er bei n-tv.Bild 27 von 56 "Selbst die Rettungshunde konnten nicht überall eingesetzt werden, weil es zu gefährlich gewesen wäre."Bild 28 von 56 Dennoch hat Broemme noch Hoffnung für die Vermissten.Bild 29 von 56 "Wir wissen aus Erdbebengebieten, dass es wundersames Überleben bis zu mehreren Tagen nach dem Einsturz von Gebäuden durchaus geben kann ...Bild 30 von 56 ... Es gilt also auch hier in Köln: die Hoffnung stirbt zuletzt ...Bild 31 von 56 ... Und vielleicht passiert ja noch ein weiteres Wunder in Köln."Bild 32 von 56 Neben der Suche nach den Vermissten versuchen Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks zu retten, was an Archivmaterial zu retten ist.Bild 33 von 56 Sie sind inzwischen zu einem weitgehend unbeschädigten Anbau des Archivs vorgedrungen, aus dessen Keller sie nun Archivmaterial bergen.Bild 34 von 56 Die Akten, Dokumente und weiteres Archivmaterial werden dann in ein Zwischenlager gebracht, dort gesichtet und inventarisiert.Bild 35 von 56 Die Einsturzstelle wird mit Planen abgedeckt, um das noch intakte Archivmaterial vor Regen zu schützen.Bild 36 von 56 Nach ersten Erkenntnissen steht der Einsturz offenbar im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn in der Südstadt.Bild 37 von 56 Unter der Severinstraße wurde in den vergangenen Jahren die U-Bahn erweitert.Bild 38 von 56 Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma stellt ummittelbar nach dem Unglück den Weiterbau der neuen U-Bahn-Linie unter der Altstadt infrage.Bild 39 von 56 Es müsse grundsätzlich geprüft werden, ob man in Zukunft in bewohnten Städten U-Bahn-Bauten in einem solchen Ausmaß durchführen könne und solle.Bild 40 von 56 "Es ist ja nicht das einzige Haus, das Risse zeigt und das Schäden zeigt", so Schramma in der ARD.Bild 41 von 56 Der langjährige Abteilungsleiter des Archivs, Eberhard Illner, nannte das Unglück eine "absehbare Katastrophe".Bild 42 von 56 Es habe deutliche Hinweise auf Schäden im Gebäude gegeben, sagte er dem "Kölner Stadtanzeiger".Bild 43 von 56 Schon zuvor gab es Senkungsrisse im Mauerwerk.Bild 44 von 56 "Da muss ein Ingenieur richtig einen an der Klatsche gehabt haben, wenn man solche Hinweise nicht ernst nimmt."Bild 45 von 56 Die Kölner Behörden weisen die Vorwürfe zurück.Bild 46 von 56 "Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind die Risse nicht die Ursache für den Einsturz", sagte Stadtsprecher Gregor Timmer.Bild 47 von 56 Das Historische Archiv der Stadt Köln gilt als eines der größten und bedeutsamsten kommunalen Archive Deutschlands. Originaldokumente aus mehr als tausend Jahren Kölner und rheinischer Geschichte wurden hier aufbewahrt.Bild 48 von 56 In das nun eingestürzte Gebäude in der Südstadt zog das Stadtarchiv im Jahr 1971 ein. Das "Gedächtnis" der Stadt Köln umfasst 65.000 Urkunden ab dem Jahr 922, 104.000 Karten und Pläne, 50.000 Plakate und rund eine halbe Million Fotos.Bild 49 von 56 Daneben lagern im Archiv Hinterlassenschaften historischer Persönlichkeiten wie des Komponisten Jacques Offenbach und des Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Böll (hier ein Brief Bölls an seine Eltern und Geschwister aus dem Jahr 1943).Bild 50 von 56 Illner sprach davon, dass der Schaden erheblich größer als beim Brand der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek sei.Bild 51 von 56 Es handele sich um ungefähr "18 Regalkilometer wertvollstes Archivgut", immerhin die komplette Überlieferung der Stadt Köln.Bild 52 von 56 Volker Hingst, Leiter der Papierrestaurierung im Restaurierungszentrum Brauweiler vor den Toren Kölns, rechnet mit bis zu 30 Jahren für die Wiederherstellung der Dokumente.Bild 53 von 56 "Eine ganze Generation von Papierrestauratoren wird sich damit beschäftigen müssen", schätzt Hingst.Bild 54 von 56 Der Leiter des Archivamtes für Westfalen in Münster, Marcus Stumpf, zeigt sich pessimistisch."Für das deutsche Archivwesen ist das ein Super-Gau ...Bild 55 von 56 ... Der Schaden ist unermesslich." (Alle Bilder: AP / Reuters / dpa)Bild 56 von 56
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