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Freitag, 23. Januar 2015

"Oben ohne" gegen Prüderie: Rios Frauen lassen die Hüllen fallen

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Der Karneval in Rio de Janeiro ist bunt und wild. (Foto: imago/Westend61)

Der Karneval in Rio de Janeiro ist bunt und wild.

Der Karneval in Rio de Janeiro ist bunt und wild.

Vor allem aber ist er freizügig.

Viel nackte Haut, ...

... blanke Silikon-Brüste, so weit das Auge reicht.

So weit, so freizügig.

Doch wer meint, dass es in Brasilien immer so freizügig zugeht, der irrt.

Zwar präsentieren sich die brasilianischen Garotas gern ziemlich entblößt, aber eben doch nicht ganz.

An den Stränden herrscht Zucht und Ordnung, ...

… obwohl die Bikinis manchmal so knapp sind, als hätten die Mädels gar nichts an. Dennoch macht das bisschen Stoff den kleinen Unterschied.

Denn wer an Rios Stränden "oben ohne" erwischt wird, ...

... läuft Gefahr, ins Gefängnis zu kommen. Laut Gesetz wird öffentliches barbusiges Auftreten in Brasilien als "obszöner Akt" gewertet.

Gegen dieses Gesetz formiert sich seit ein paar Jahren Widerstand.

Mit äußerst reizvollen Argumenten kämpfen die Damen "für ihre Persönlichkeitsrechte".

Sie wollen nicht mehr, als unbeschwert ...

... "oben ohne" baden gehen zu können, ...

... ohne dafür bestraft zu werden.

Unter den Teilnehmern an den Protesten am 20. Januar 2015 war ...

... Renata Frisson, Model und Tänzerin, ...

... sowie Ex-Model Natache Iamaya, die an den Rollstuhl gefesselt ist, weil sie an einer degenerativen Erkrankung leidet.

Ana Paula Nogueira rief die Topless-Bewegung in Rio de Janeiro 2013 über Facebook ins Leben.

Dass bislang immer noch weit mehr Schaulustige und Journalisten zu der Protestaktion kommen, stört sie nicht.

Ihre Idee war es nie, Tausende Frauen für den Protest zu begeistern, ...

... sie wollte lediglich bewirken, dass das Thema diskutiert wird.

Und solange das nicht geschieht, sollen weitere barbusige Protestaktionen folgen.

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