Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten: Barack Obama
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Ladies and Gentlemen, the President of the United States: Mr. Barack Hussein Obama.Bild 1 von 88 Wow - das war ein Kampf! Bis zum Schluss! Aber nun ist es entschieden!Bild 2 von 88 Obama hat die Welt der US-Demokraten und dann die politische Welt der Vereinigten Staaten auf den Kopf gestellt.Bild 3 von 88 In nur vier Jahren hat er den Weg vom Lokalpolitiker in Illinois zum ersten schwarzen Präsidenten der Weltmacht USA zurückgelegt.Bild 4 von 88 Geholfen hat ihm dabei nicht zuletzt "Das Wagnis der Hoffnung", so der Titel eines Obama-Buches aus dem Jahr 2006.Bild 5 von 88 Der mitreißende Senator entschied zunächst den innerparteilichen Kampf gegen Hillary Clinton für sich und startete dann seinen beispiellosen Marsch ins Weiße Haus.Bild 6 von 88 Dabei hat er nicht nur die Anhänger der Demokraten politisch verzaubert. Er sei mutig, voller Urteilskraft und politischer Intelligenz, ...Bild 7 von 88 ... schwärmten die Kommentatoren von der Kraft des 47-Jährigen. Er habe die Fähigkeit, die Menschen zu inspirieren.Bild 8 von 88 Zu Zehntausenden kamen die Menschen in Hallen und Stadien zusammen, um seine Botschaft zu hören: "Yes, We Can."Bild 9 von 88 Zudem ist Obama ein eindrucksvoller Mann. Sein Biograf Christoph von Marschall im Januar bei n-tv.de: "Er sieht gut aus, hochgewachsen, schlank, sportlich, er hat ein anziehendes Lächeln, er kann gut Kontakt zu Menschen aufbauen, er ist ein guter Redner. ...Bild 10 von 88 ... Viele haben regelrecht einen Glanz in den Augen, wenn sie ihn erlebt haben, es hat fast etwas Religiöses."Bild 11 von 88 Immer wieder wird er mit dem von 1961 bis 1963 amtierenden Präsidenten John F. Kennedy verglichen, als der "schwarze Kennedy" oder "JFK in Schwarz" wurde er zu Beginn seiner Kandidatur bezeichnet, ....Bild 12 von 88 ... doch selbst dieser Ritterschlag war irgendwann nicht mehr genug. Er vereine "Jacks vorausweisende ironische Coolness" mit "Bobbys ernstem, inspirierenden Eifer", schrieb der "New Yorker".Bild 13 von 88 Der inzwischen schwer erkrankte Ted Kennedy, der einzige Überlebende der Kennedy-Brüder, sagte Obama seine Unterstützung zu.Bild 14 von 88 Er sehe in Obama einen "Hoffnungsträger und Visionär", genau das, was das Land brauche. Obama mache die Hoffnung für alle lebendig, "die noch an den amerikanischen Traum glauben".Bild 15 von 88 JFKs Tochter Caroline verglich Obama mit ihrem Vater und nannte ihn "den Präsidenten, den wir brauchen".Bild 16 von 88 Auch Ted Kennedys Sohn, der Kongressabgeordnete Patrick Kennedy (links) ...Bild 17 von 88 ... und Kennedy-Nichte und Schwarzenegger-Gattin Maria Shriver unterstützten Obama. Shriver nannte ihn einen "Träumer und Führer".Bild 18 von 88 Die Superlative reichten Obamas Anhängern kaum aus, um auszudrücken, was sie in ihm sehen und von ihm erhoffen.Bild 19 von 88 Aus dem "frischen Gesicht", dem "schimmernden Stern am demokratischen Himmel" wurde ein "politischer Rockstar", der den Amerikanern den Glauben an sich selbst zurückzugeben schien ...Bild 20 von 88 ... und selbst im fernen Berlin die Massen begeisterte.Bild 21 von 88 Die Lebensgeschichte des Barack Obama liest sich in der Tat wie der wahr gewordene amerikanische Traum.Bild 22 von 88 1961 kommt Obama in Honolulu zur Welt, seine Eltern hatten sich am East-West-Center der Universität von Hawaii kennengelernt, ...Bild 23 von 88 ... wo sowohl sein aus Kenia stammender Vater als auch seine amerikanische Mutter studierten.Bild 24 von 88 Obama ist stolz auf seine afrikanischen Wurzeln. Das Bild zeigt ihn mit seiner Großmutter Sarah Hussein Obama im kenianischen Nyongoma Kogelo. Er besucht sie, so oft er kann.Bild 25 von 88 Die Ehe der Eltern hält allerdings nicht lange.Bild 26 von 88 Der Vater verlässt die Familie. Sie sehen sich nur noch einmal wieder, als Obama zehn Jahre alt ist. Obama senior stirbt 1982 bei einem Autounfall in Kenia.Bild 27 von 88 Nach der Scheidung 1963 geht die Mutter mit Barack nach Jakarta. Sie hatte inzwischen einen Indonesier geheiratet.Bild 28 von 88 Vier Jahre lang geht Obama hier zur Schule - unter anderem auf eine islamische Schule, was im Wahlkampf in den USA für Aufregung sorgte.Bild 29 von 88 Ab 1971 lebt Obama wieder auf Hawaii, ...Bild 30 von 88 ... wo er bei den Eltern seiner Mutter aufwächst.Bild 31 von 88 Nur wenige Tage vor der Wahl unterbricht er seinen Wahlkampf, um ans Krankenbett seiner im Sterben liegenden Großmutter zu eilen. Eine menschliche Geste, die ihm viele hoch anrechnen.Bild 32 von 88 Nach dem High-School-Abschluss 1979, ...Bild 33 von 88 ... den er mit Auszeichnung ablegt, ...Bild 34 von 88 ... studiert Obama Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. 1983 macht er seinen Abschluss.Bild 35 von 88 Zunächst geht er den Weg eines aufstrebenden Jung-Akademikers und arbeitet für ein Wirtschaftsberatungsunternehmen, ...Bild 36 von 88 ... dann aber wechselt er zu einer gemeinnützigen Organisation in Chicago, die Einwohnern armer Viertel hilft.Bild 37 von 88 Doch es zieht ihn zurück an die Uni.Bild 38 von 88 1988 studiert er wieder, diesmal Jura an der Elite-Uni Harvard.Bild 39 von 88 1990 wird er als erster Afroamerikaner zum Präsidenten der renommierten Fachzeitschrift "Harvard Law Review" gewählt - ein perfektes Sprungbrett für eine Karriere als Anwalt. Doch Obama geht einen anderen Weg.Bild 40 von 88 Er schreibt sein erstes Buch (das zunächst mäßig erfolgreich ist) und kehrt 1992 nach Chicago zurück, wo er bis heute lebt. Ab 1993 arbeitet er in einer auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltskanzlei.Bild 41 von 88 Außerdem lehrt er bis zu seiner Wahl in den US-Senat 2004 Verfassungsrecht an der Fakultät für Rechtswissenschaft der University of Chicago.Bild 42 von 88 Anfang der 90er Jahre beginnt auch seine politische Aktivität; er organisiert eine politische Kampagne, um afroamerikanische Wähler zu registrieren und zu mobilisieren.Bild 43 von 88 1996 wird er selbst in den Senat des Staates Illinois gewählt.Bild 44 von 88 Im Jahr 2000 unternimmt er einen Versuch, ins US-Repräsentantenhaus gewählt zu werden, scheitert jedoch - rückblickend ein Glück, ...Bild 45 von 88 ... denn 2004 kann er so in Illinois für den US-Senat kandidieren.Bild 46 von 88 All diese Schritte mögen nur politisch Eingeweihten aufgefallen sein, doch im Juli 2004 tritt Obama erstmals ins nationale Rampenlicht. Er steht gerade im Wahlkampf um den Senatorenposten ...Bild 47 von 88 ... und hält als vielversprechendes Talent auf dem Kongress der Demokraten (hier mit Kandidat John Kerry) vor der Präsidentschaftswahl die Grundsatzrede.Bild 48 von 88 Er erinnert daran, wie seine eigene Familie dem amerikanischen Traum gefolgt ist und er kritisiert den Krieg im Irak.Bild 49 von 88 Mit seinem Aufruf, "Hoffnung zu wagen", reißt er das Parteivolk mit. Sein Slogan beschwört die Einheit: "Es gibt kein liberales Amerika und kein konservatives Amerika. Es gibt nur die Vereinigten Staaten von Amerika."Bild 50 von 88 Den Sprung aus dem Senat in Springfield - der Hauptstadt von Illinois - in den Senat von Washington gelingt ihm mit 70 Prozent der Stimmen. Er ist der einzige Afroamerikaner in der kleineren Kongresskammer und erst der fünfte schwarze US-Senator in der Geschichte der USA.Bild 51 von 88 Bereits in den Jahren 2005 und 2006 initiiert Senator Obama zahlreiche Entwürfe und Beschlüsse.Bild 52 von 88 In seinem ersten eigenen Gesetzentwurf geht es um mehr Geld für einkommensschwache Collegestudenten - das Gesetz kommt nicht zu Stande. Zudem legt er einen Plan für einen phasenweisen Abzug aus dem Irak vor.Bild 53 von 88 Am 10. Februar 2007 verkündet er am selben Ort, an dem Abraham Lincoln seine berühmte "House Divided"-Rede gegen die Sklaverei gehalten hatte ("A house divided against itself cannot stand"), in Springfield, seine Präsidentschaftskandidatur.Bild 54 von 88 Einen solchen Schritt hatte der Professor für Rechtswissenschaft lange mit Verweis auf seine begrenzte politische Erfahrung ausgeschlossen.Bild 55 von 88 Der zweifache Vater fürchtete auch eine zu große Belastung für seine Familie.Bild 56 von 88 Doch nun steht der Senator aus Illinois für den ersehnten Wechsel in der Politik und für ein neues Amerika, dass die Agonie und Ablehnung der Bush-Jahre hinter sich lässt.Bild 57 von 88 Politisch wird Obama zur Mitte der Demokraten gezählt.Bild 58 von 88 Allerdings übte er scharfe Kritik am Irakkrieg der Bush-Administration. Bereits 2003 verurteilte er den Einmarsch im Irak, ...Bild 59 von 88 ... nun schwebt ihm ein 16-Monats-Abzugsplan vor, damit sich die USA mehr auf Afghanistan konzentrieren können.Bild 60 von 88 US-Medien beschrieben Obama als "liberal mit Brückenschlag zu den moderaten Konservativen". Er wägt politische Stellungnahmen sorgfältig ab.Bild 61 von 88 Doch Obama hatte auch Defizite, und er ging offensiv mit ihnen um. International war er (noch) ein unbeschriebenes Blatt. Dieser Kritik trat er mit einer siebentägigen Tour durch acht Staaten entgegen.Bild 62 von 88 Mit der Ernennung von Joe Biden zu seinem Vizepräsidentschaftskandidaten holte er zudem einen erfahrenen Politfuchs an seine Seite.Bild 63 von 88 Als weiteres Handicap galt seine Hautfarbe. Noch nie in der Geschichte der USA hatte ein Afroamerikaner den Sprung ins Weiße Haus geschafft.Bild 64 von 88 Befürchtet wurde der Bradley-Effekt, ein in Umfragen nicht zu erfassender Rassismus, der erst in der Wahlkabine zum Tragen kommt. Doch die Amerikaner wählten den Schwarzen Obama.Bild 65 von 88 Die Finanzen waren nur am Anfang ein Problem. Mehr als 600 Millionen Dollar Spenden sind im Wahlkampf auf Obamas Konten eingegangen - mehr als je zuvor ein Kandidat gesammelt hat.Bild 66 von 88 Nicht zuletzt um die Beschränkungen für Spenden zu umgehen, verzichtete Obama schließlich sogar vollständig auf öffentliche Gelder. Ob Groß- oder Klein-Spender, am Ende überzeugte Obama alle.Bild 67 von 88 Hollywoods Reiche und Wichtige liebten Obama von Anfang an, zu seinen Unterstützern zählten George Clooney, Cindy Crawford, Robert de Niro, Sydney Poitier, Stevie Wonder ...Bild 68 von 88 ... und nicht zuletzt Oprah Winfrey.Bild 69 von 88 Der Musiker will.i.am hat aus der Rede, die Obama nach seiner Niederlage bei der Vorwahl in New Hampshire hielt, ein Video gemacht, das zu einer Art Hymne der Obama-Anhänger wurde.Bild 70 von 88 Auch seine Familie wurde zunehmend wahlkampftauglich: Oma Obama lieferte von Kenia aus charmante Beiträge über ihren Enkel, eine Schule ist dort nach ihm benannt.Bild 71 von 88 Seine Frau Michelle, einst während eines Praktikums seine Vorgesetzte, ...Bild 72 von 88 ... schaffte den Spagat zwischen einer modernen berufstätigen klugen Frau ...Bild 73 von 88 ... und der Frau an seiner Seite und Mutter seiner Kinder.Bild 74 von 88 Die Töchter Malia und Sasha traten gelegentlich mit im Wahlkampf auf, ihre Zukunft und damit die Aussichten für eine ganze Generation waren auch immer wieder Thema in Obamas Reden.Bild 75 von 88 Bei aller Obama-Euphorie zügelten die Demokraten allzu offene Siegesgewissheit. John McCain hatte einen schwachen Start, erwies sich aber als gefährlicher Gegner.Bild 76 von 88 Unmittelbar vor dem Nominierungsparteitag der Demokraten holte McCain in den Umfragen auf.Bild 77 von 88 McCains Strategen versuchten, Obamas Stärken in Schwächen umzudeuten: McCain porträtierte Obama als Leichtgewicht mit Starallüren und machten sich über dessen Rhetoriktalent und die Begeisterung der Obama-Fans lustig.Bild 78 von 88 Doch in keinem der Rededuelle konnte McCain dem charismatischen Obama ernsthaft Paroli bieten.Bild 79 von 88 Lediglich als es zum Krieg zwischen Russland und Georgien kam, schien das plötzlich wieder McCain zu nutzen, dessen Umfragewerte sich verbesserten.Bild 80 von 88 Aber mit jedem Tag, den die USA tiefer in die Immobilien- und Finanzkrise rutschte, wuchs der Wunsch der Menschen nach einer neuen Politik.Bild 81 von 88 Obama forderte eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte und ein Konjunkturpaket für die US-Wirtschaft.Bild 82 von 88 Und er kündigte Steuererleichterungen für Familien an. Ihm trauten die Amerikaner mehr Wirtschaftskompetenz zu als seinem republikanischen Konkurrenten.Bild 83 von 88 Schwierig war es für Obama, die enttäuschten Clinton-Anhänger auf seine Seite zu ziehen. Hier erwies sich die frühere Kontrahentin als loyale Unterstützerin.Bild 84 von 88 "Ich bin zum Symbol für die Möglichkeit geworden, dass Amerika zu seinen besten Traditionen zurückfindet", sagte Obama selbstbewusst.Bild 85 von 88 Obama bekam Wahlempfehlungen von den großen US-Zeitungen. Schließlich sprachen sich sogar Republikaner wie Bushs früherer Außenminister Colin Powell für Obama aus.Bild 86 von 88 "Wenn ihr mir eure Stimme schenkt, gewinnen wir nicht nur diese Wahl - gemeinsam werden wir dieses Land und die Welt verändern," schrieb Obama unmittelbar vor der Wahl in einem Gastbeitrag für das "Wall Street Journal".Bild 87 von 88 Nun muss er es beweisen. (Text: Solveig Bach)Bild 88 von 88
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