Atomstaaten und Habenichtse: Der Atomwaffensperrvertrag
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Mitten im Kalten Krieg schlossen die USA, Großbritannien und die Sowjetunion 1968 ein Abkommen zur Eindämmung der Atomarsenale.Bild 1 von 14 Der Atomwaffensperrvertrag (Non-Proliferation Treaty, NPT) gestattet nur ihnen sowie Frankreich und China den Besitz dieser Massenvernichtungswaffen.Bild 2 von 14 Mittlerweile gehören 188 Staaten dem Atomwaffensperrvertrag an (zum Vergleich: Die UNO hat 191 Mitglieder).Bild 3 von 14 Der Sperrvertrag verbietet den fünf offiziellen Atommächten, Nuklearwaffen an andere weiter zu geben. Zugleich verpflichtet er sie, ihre eigenen Atomwaffenarsenale auf lange Sicht abzuschaffen. Diese Verpflichtung ist eine heikle Angelegenheit, ?Bild 4 von 14 ? sind die Atommächte derzeit doch weit davon entfernt, an Abrüstung zu denken.Bild 5 von 14 Im Gegenteil. Vor allem die USA entwickeln die so genannten "Mini-Nukes", die auch in konventionellen Kriegen zum Einsatz kommen sollen.Bild 6 von 14 Die weitaus meisten Mitglieder im Atomwaffensperrvertrag sind die so genannten "Atom-Habenichtse". Mit dem Beitritt zum NPT haben sie sich verpflichtet, ?Bild 7 von 14 ? Atomwaffen nicht zu erwerben, zu entwickeln, zu produzieren oder zu besitzen. Die friedliche Nutzung der Kernenergie ist ihnen jedoch gestattet.Bild 8 von 14 Kontrolleure der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien sollen verhindern, dass zivile Atomprogramme für militärische Zwecke missbraucht werden.Bild 9 von 14 Die Bilanz des Atomwaffensperrvertrages ist zwiespältig. Auf der einen Seite haben sich einige Länder wie Südafrika, Brasilien und zuletzt Libyen zum Verzicht auf Atomwaffen bereit erklärt, nachdem sie zuvor den Besitz dieser Waffen angestrebt hatten.Bild 10 von 14 Andererseits gibt es Länder, die in den Besitz von Atombomben gelangt sind.Bild 11 von 14 Zu diesen De-facto-Atommächten zählen Pakistan, Indien und Israel (wobei Israel den Besitz von Atomwaffen bislang nicht offiziell eingeräumt hat). Diese Staaten sind nicht Mitglied im Atomwaffensperrvertrag.Bild 12 von 14 Für internationale Krisen sorgten in jüngerer Zeit zwei Länder: Nordkorea trat 2003 aus dem Vertrag aus und erklärt, mittlerweile Atomwaffen zu besitzen. Iran behauptet, nicht danach zu streben, was jedoch insbesondere die USA bezweifeln.Bild 13 von 14 Hinter vorgehaltener Hand argumentieren Länder wie der Iran: Wenn die Atommächte ihre Arsenale nicht abrüsten, warum sollen wir uns dann an den Atomwaffensperrvertrag halten?Bild 14 von 14
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