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Mittwoch, 15. November 2017

Von wegen braves Hausmütterchen: Die Frauen im Schatten der Diktatoren

Von Judith Görs

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Es ist eines der universellen Gesetze: Hinter jedem erfolgreichen Mann ... (Foto: REUTERS)

Es ist eines der universellen Gesetze: Hinter jedem erfolgreichen Mann ...

Es ist eines der universellen Gesetze: Hinter jedem erfolgreichen Mann ...

... steht eine schöne Frau. Im Fall von US-Präsident Donald Trump ist es Ex-Model Melania - eine First Lady mit exklusivem Modegeschmack und ...

... unverkennbarem osteuropäischen Akzent. Sie war schon mit Trump verheiratet, da war an eine Karriere im Weißen Haus kaum zu denken. Und wenn es gut läuft, ...

... bleibt die Frau an der Seite eines mächtigen Mannes auch lediglich eine hübsche Fußnote in der Geschichte. Einige Damen wie etwa Eva Perón (1919-1952) haben aber weniger Glück gehabt.

Ihre Biografie ist untrennbar verbunden mit dem Leid, das ihre Männer über das Volk gebracht haben. Im Falle von "Evita" jedoch hält sich bis heute ein Personenkult, ...

... der nicht nur auf die Aura der Ehefrau des argentinischen Diktators Juan Perón (1895-1974) zurückzuführen ist. Vor ihrem frühen Krebstod mit 33 Jahren setzt sich Eva Perón nicht nur für die Schwachen ein, ...

... sondern erkämpft auch das Frauenwahlrecht in dem südamerikanischen Land. Ihrem autokratisch herrschenden Mann lässt sie menschlicher wirken - doch ihr Tod, ...

... der im August 1952 nicht nur in der Hauptstadt Buenos Aires Tausende Menschen auf die Straße treibt, ...

... ist auch der Anfang vom Ende der ersten Präsidentschaft ihres Mannes. 1955 stürzt das Militär Juan Perón, der sein Land innerhalb weniger Jahre in den finanziellen Ruin getrieben und viele Kritiker ins Gefängnis geworfen hat. Doch der Verehrung von "Evita" schadet das nicht, ...

... denn noch immer sehen viele Argentinier in der unehelichen Tochter aus der Provinz eine von ihnen - und eine Volksheldin. Ganz anders ist das im Falle der First Lady von Syrien: ...

... Asma al-Assad ist die Tochter eines Kardiologen aus London. Den späteren Diktator Baschar al-Assad lernt sie während seines Studienaufenthalts in Großbritannien kennen. Im Jahr 2000 heiraten die beiden. An der Seite ihres Mannes trifft sie nicht nur ...

... die einflussreichsten Staatsoberhäupter, wie etwa Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dessen damalige Ehefrau Ljudmila, ...

... sondern präsentiert sich auch volksnah: So pflanzt Asma al-Assad zum Beispiel gemeinsam mit ihrem Mann einen Jasminbaum anlässlich des "Jasmin Festivals" in Damaskus und ...

... herzt Kinder in einer Blindenschule. Das Paar gilt selbst in der westlichen Welt zunächst als "Glamour Couple". Doch dann bricht in Syrien der Krieg aus - und Asma a-Assad wird zur Gehilfin ihres Mannes, der ...

... Proteste blutig niederschlägt, ...

... ganze Städte in Schutt und Asche legt und ...

... auch nicht davor zurückschreckt, Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Auftritte der First Lady werden selten - zuletzt zeigt sie sich ...

... im März 2016 an der Seite ihres Mannes. Der Anlass: Zum Muttertag begrüßt sie verletzte regimetreue Soldaten gemeinsam mit ihren Müttern. Was sie wohl über die Gräueltaten ihres Mannes denkt? Eine Frage, die sich im Falle von ...

... Mao Tse-tung (1893-1976) erst gar nicht stellt: Jiang Qing (1914-1991) ist nicht nur ab 1938 mit dem chinesischen Diktator verheiratet, ...

... sie steht auch mit voller Überzeugung hinter dessen Kulturrevolution. Mindestens 400.000 Menschen verlieren ...

... zwischen 1966 und 1976 in China ihr Leben. Jeder, der in den Augen der Rotgardisten einen "Klassenfeind" darstellt, ...

... muss mit Misshandlungen oder dem Tod rechnen. Auch Jiang Qing selbst lässt missliebige Personen hinrichten - doch die Welt straft sie nicht etwa mit Isolation, ...

... vielmehr zeigt sich noch 1976, dass sich der damalige US-Präsident Richard Nixon und Jiang Qing ganz gut verstehen. Vor Gericht hilft ihr das 1980 aber nicht mehr - ...

... auch wenn sie nun versucht, ihrem toten Mann alle Schuld in die Schuhe zu schieben. "Ich war Maos Hund", sagt sie. "Er sagte mir, wen ich beißen soll, und ich habe gebissen."

In einem aufsehenerregenden Prozess wird die "böse Frau", wie Madame Mao nun heißt, zum Tode verurteilt - zwei Jahre später folgt die Begnadigung. Jiang Qing soll sich 1991 kurz nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis erhängt haben. Die Frauen der Diktatoren sind aber nicht immer Täter oder Komplizen, ...

... manchmal werden sie auch zu Opfern - so wie Nadeschda Allilujewa (1901-1932), die Ehefrau von Josef Stalin. Schon als Kleinkind sitzt sie auf dem Schoß von Stalin, ...

... der ein Freund der Familie Allilujew ist. Im Jahr der Oktoberrevolution brennt die erst 17-Jährige mit dem späteren Diktator durch. Aus der Ehe gehen Sohn Wassili ...

... und Tochter Swetlana (l.) hervor. Allilujewa begleitet den Aufstieg Stalins vom Revolutionär bis zum Diktator - und offenbar übt sie auch Kritik an ihrem Mann angesichts der Hungersnöte, ...

... die Anfang der 1930er-Jahre ebenso sowjetische Wirklichkeit sind wie die Gulags. In den Straf- und Arbeitslagern sterben zwischen 1930 und 1953 ...

... mehr als 2,7 Millionen Menschen an Hunger, Krankheiten oder Erschöpfung. Ob auch Nadja Allilujewa, eine überzeugte Kommunistin, davon wusste? Ihr Tod in der Nacht zum 9. November 1932 ...

... bleibt bis heute rätselhaft: Die 31-Jährige erschießt sich nach einem Streit mit Stalin selbst - und hinterlässt ihm die beiden Kinder. Angeblich soll Stalin vom Selbstmord seiner Frau sehr mitgenommen gewesen sein. Allilujewa soll unter Depressionen und ...

... Migräne gelitten haben. Offiziell heißt es, sie sei an einer Blinddarmentzündung gestorben. Der britische Historiker Sebag Montefiore schreibt über den Gemütszustand Stalins nach dem Tod seiner Frau: "Dieses extrem politische Wesen, ...

... mit seiner Gleichgültigkeit gegenüber Millionen verhungernder Frauen und Kinder, hat damals mehr Menschlichkeit bewiesen als irgendwann sonst in seinem Leben." Ja, auch Diktatoren können lieben - manchmal auch die eigene Frau, ...

... und manchmal eben nicht. Die erste Ehe von Iraks langjährigem Machthaber Saddam Hussein mit Sadschida Talfah wird schon im Kindesalter der beiden arrangiert - sie sind Cousin und Cousine. Aus der Ehe gehen zwei Söhne ...

... und drei Töchter hervor - doch das reicht Hussein nicht. 1984 nimmt er sich eine zweite Frau. Und nicht nur das belastet die Ehe: Hussein ernennt auch den Bruder seiner Frau, Adnan, zunächst zum Verteidigungsminister ...

... und lässt ihn dann ermorden. Angeblich fallen auch zwei seiner Enkelkinder der Kaltblütigkeit des Diktators zum Opfer. Umso grotesker wirken Bilder des Diktators mit Tochter Hala, ...

... wie sie vergnügt im Wasser herumtollen. Von dem Mann, der den Beinamen "Barbar von Bagdad" erhalten hat, sind eher andere Bilder im Kopf geblieben: ...

... Leichenteile in einem Massengrab in Tikrit zum Beispiel. Nach dem Irakkrieg und dem Fall Bagdads im Jahr 2003 wird ein Kopfgeld auf Hussein ausgesetzt - in Höhe von 25 Millionen Dollar.

Ehefrau Sadschida flüchtet zu dieser Zeit in den Libanon - und darf später nach Katar ausreisen, wo sie unter dem Schutz der Herrscherfamilie steht. Den Niedergangen ihres Heimatlandes ...

... und den Aufstieg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erlebt sie aus dem Exil - ebenso wie das Ende der Flucht ihres Mannes. In einem Erdloch, heißt es laut den US-Amerikanern, ...

... habe sich Hussein vor seiner Ergreifung versteckt. Am 30. Dezember 2006 stirbt der Diktator durch den Strang. Auch auf diese Weise kann eine Ehe enden. Im Falle der Francos allerdings hält die Verbindung bis zum Tode - allein schon deshalb, ...

... weil Franceso und Carmen Franco überaus religiös sind. Ausgerechnet in einer Kirche lernen sie sich kennen. 1923 heiraten sie. Tochter Maria del Carmen bleibt das einzige Kind. Als Franco in Spanien 1939 eine Militärdiktatur errichtet, ...

... steht die Ehefrau felsenfest an seiner Seite. Und sie wird auch selbst aktiv: Sie lässt Presse, Filme und Literatur zensieren - vor allem erotische Entgleisungen sind ihr zuwider. Rund 30.000 Kinder werden ihren Eltern entzogen, ...

... weil sie der Ideologie der Francos kritisch gegenüberstehen. Ihre Enkelin erzählt dem ZDF in einem Interview, Carmen Franco habe nie darüber gesprochen, was sie denkt. "Ich weiß aber, ...

... dass an dem Tag, an dem mein Großvater das Treffen mit Hitler hatte, meine Großmutter die ganze Nacht betend in der Kirche verbracht hat. Sie dachte, sie würde ihn nie wieder sehen." Doch Franco kommt zurück. Und die Folgen des Franquismus ...

... werden bis heute aufgearbeitet. Erst im August 2017 wird im spanischen Valladolid ein Massengrab ausgehoben - inklusive der Überreste von Menschen, ...

... die von Francos Soldaten während des Bürgerkrieges ermordet wurden. Der Name des Friedhofs: El Carmen. Welch ein Zufall. Auch die Witwe des philippinischen Diktators Ferdinand Marcos, ...

... Imelda, bleibt bis zu dessen Tod an der Seite ihres Mannes. Allerdings ist die ehemalige Schönheitskönigin auch nicht ganz unschuldig am Sturz ihres Gatten. Als Marcos 1965 an die Macht kommt, ...

... drängt Imelda mit aller Macht in den Mittelpunkt. In den ersten Jahren der Präsidentschaft funktioniert das auch ganz gut - die charismatische First Lady ist ...

... 1966 gern gesehener Gast im Weißen Haus, trifft den damaligen Präsidenten Lyndon B. Johnson und dessen Frau, und selbst ...

... vor den Vereinten Nationen darf Imelda Marcos sprechen. Doch während ihr Mann Anfang der 1970er-Jahre eine Diktatur im Land errichtet, ...

... fällt die First Lady zunehmend durch ihre Shopping-Sucht auf. Nicht nur Diamanten haben es der Professorentochter aus reichem Hause angetan, ...

... in ihrem Besitz befinden sich auch ungefähr 3000 Paar Schuhe. Die Prunksucht der First Lady bleibt angesichts der desolaten wirtschaftlichen Lage des Landes irgendwann nicht mehr unkritisiert. Nach dem Mord am Oppositionspolitiker Benigno Aquino ...

... entwickeln sich ab 1983 breite Proteste gegen das Marcos-Regime. Drei Jahre später wird Ferdinand Marcos gestürzt - das einstige Präsidentenpaar flüchtet nach Hawaii. Doch Imeldas Karriere ist damit nicht vorbei: ...

... Nach dem Tod ihres Mannes kehrt sie zurück auf die Philippinen - und kandidiert als Abgeordnete für das Unterhaus. Sie wird gewählt, trotz allem. Einen großen Teil ihrer Reichtümer muss sie allerdings abgeben.

Weit weniger luxuriös, aber für DDR-Verhältnisse dennoch komfortabel lebt Margot Honecker vor der Wende in Wandlitz nördlich von Berlin. Die Ehefrau von Staatschef Erich Honecker ...

... wird wegen ihrer Haarfarbe auch "Lila Drache" genannt - ein Beiname, den sie sich als Ministerin für Volksbildung vor allem durch ihr radikales Vorgehen gegen renitente Jugendliche in der DDR eingebrockt hat. Wer sich nicht entsprechend der Ideologie disziplinieren lässt, ...

... landet in sogenannten Jugendwerkhöfen - die "Endstationen" für viele Minderjährige. Allein in Torgau (Bild) werden 4000 Jugendliche inhaftiert. Zeitzeugen berichten nach der Wiedervereinigung von Missbrauch und Misshandlungen. Über die Mauertoten schreibt Margot Honecker 2011, ...

... niemand habe die Menschen gezwungen, über die Mauer zu steigen. "Sie wussten, was passieren könnte, sie gingen wissentlich ein Risiko ein." Auch wenn Honecker im hohen Alter Fehler der DDR-Führung eingesteht, ...

... hält sie dennoch zeitlebens an ihrer Einschätzung fest: Die "Republikflucht" vieler Tausend Ostdeutscher sei eine "Dummheit" gewesen - und der Untergang der DDR "eine Tragik".

Am Ende sind es jedoch die Honeckers, die nach dem Mauerfall flüchten müssen - zunächst in die chilenische Botschaft in Moskau, ...

... später dann ins Exil nach Santiago de Chile. Übrigens: Auch Nordkorea und Syrien hatten den Honeckers Asyl angeboten. Doch obwohl Margot Honecker für ihre Taten während der DDR-Zeit nie belangt wurde, ...

... beschwert sie sich noch als 84-Jährige in einem TV-Interview über ihre "unverschämte" Pension aus Deutschland. Bis zu ihrem Tod am 6. Mai 2016 erhält sie monatlich 1500 Euro. Wenig glamourös endet auch die Geschichte von ...

... Sarah Kyolaba (vorn l.), der Ehefrau des ugandischen Diktators Idi Amin Dada. Als "Suicide Sarah" geht sie in die Geschichte ihres Landes ein - den Beinamen erhält sie als Gogo-Tänzerin einer ugandischen Militärband. Sie ist erst 19 Jahre alt, ...

... als sie den Diktator Idi Amin Dada kennenlernt - und eigentlich noch mit einem Musiker aus ihrer Band liiert ist, von dem sie ein Kind erwartet. Als das Baby geboren wird, behauptet Amin, es sei sein eigenes. Nicht wenige denken bis heute, ...

... auch Sarah Kyolaba sei letztlich ein Opfer jenes Mannes geworden, der sich selbst den Titel "Seine Exzellenz, Präsident auf Lebenszeit, Feldmarschall [...] und Eroberer des britischen Empire in Afrika" zulegt. Im Jahr 1971 putscht sich Idi Amin an die Macht - und ...

... entwickelt sich in den Folgejahren zum brutalsten Gewaltherrscher auf dem afrikanischen Kontinent. Er geht gnadenlos gegen Regimegegner, Intellektuelle und Richter vor. Menschenrechtler schätzen, ...

... dass dem Diktator zwischen 300.000 und 400.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Zeitweise lässt Idi Amin so viele Menschen umbringen, ...

... dass nicht schnell genug Gräber für die Leichen ausgehoben werden können. Deshalb lässt er die Körper angeblich Krokodilen zum Fraß vorwerfen. Im zweiten Uganda-Tansania-Krieg ...

... gelingt es tansanischen Truppen 1979 gemeinsam mit Exilugandern, den Präsidenten zu stürzen. Idi Amin flüchtet zunächst nach Libyen, später in den Irak und schließlich bis nach Saudi-Arabien, ...

... wo der "Schlächter von Afrika", wie Idi Amin genannt wird, 2003 an Nierenversagen stirbt. Seine Frau Sarah nutzt während seines Sturzes die Gelegenheit zur Flucht nach Großbritannien, ...

... wo sie im Norden Londons als Friseurin arbeitet. Ihren Gatten beschreibt sie in einem Interview als "afrikanischen Helden" und "liebenden" Vater. "Er war ein normaler Mensch, kein Monster." 2015 stirbt Sarah Kyolaba mit 59 Jahren an Krebs. Geht es um Verbrechen am eigenen Volk, ...

... ist sich auch die Ehefrau von Libyens langjährigem Machthaber Muammar al-Gaddafi keiner Schuld bewusst. Safia al-Gaddafi (r.) stammt aus Jugoslawien - 1971 heiratet sie den Despoten, der sich kurz zuvor an die Macht geputscht hat. Anders als ihr Mann, ...

... der bekannt wird für seine auffälligen Uniformen, zeigt sich Safia al-Gaddafi nur selten in der Öffentlichkeit. Während in Libyen Presse- und Meinungsfreiheit unterdrückt und Regimegegner willkürlich verhaftet werden oder einfach "verschwinden", ...

... zeigt sich die First Lady mit breitem Lächeln neben einem der berühmtesten Menschenrechtler der jüngeren Geschichte, Nelson Mandela. Als die USA nach dem Anschlag auf die Berliner Diskothek "La Belle" im April 1986 Tripolis bombardieren, ...

... gibt Safia al-Gaddafi vor ihrem beschädigten Haus eine Pressekonferenz: US-Präsident Ronald Reagan wirft sie unter Tränen vor, unschuldige Menschen getötet zu haben. Die große Show liefern die Gaddafis lange recht erfolgreich ab: Zu den prominenten Staatsgästen ...

... gehört nicht nur der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy, auch deutsche Politiker lassen sich trotz der schwierigen Menschenrechtslage gern von dem schillernden Despoten einladen - darunter Altkanzler Gerhard Schröder. Doch als der Arabische Frühling 2011 auch Libyen erreicht, ...

... ist die Schonfrist für Gaddafi vorbei. Die Aufstände gegen das verschwenderische Regime und den Gaddafi-Clan im Besonderen fordern allein in den ersten Tagen mehr als 400 Todesopfer. Plötzlich steht der Westen nicht mehr an Gaddafis Seite, ...

... sondern unterstützt die Oppositionstruppen am Boden. Die ausländischen Konten des Gaddafi-Clans in den USA und Europa werden eingefroren - und auch dem Diktator selbst geht es an den Kragen. Als Gaddafi 2011 aus dem belagerten Tripolis flüchten will, ...

... wird sein Konvoi von Nato-Flugzeugen bombardiert. Mit blutenden Wunden wird er von Rebellen gefangen genommen - und soll eigentlich ins Krankenhaus eingeliefert werden. Doch ihn trifft eine Kugel in den Kopf, angeblich aus Versehen. Seine Frau ist schon zuvor mit der Familie nach Algerien geflüchtet, ...

... dort beantragen Safia al-Gaddafi und drei ihrer Kinder Asyl. Wo das geschätzte Vermögen von 80 bis 150 Milliarden US-Dollar geblieben ist, weiß bis heute niemand genau. Angeblich hat Gaddafi mehrere ausländische Konten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein ungewisses Schicksal dürfte wohl auch der First Lady von Nordkorea, ...

... Ri Sol Ju, bevorstehen. Sie ist das schmückende Beiwerk bei offiziellen Auftritten von Machthaber Kim Jong Un - und eigentlich auch nicht viel mehr. Während sich ihr Ehemann ...

... eingehend mit der Entwicklung von Langstreckenraketen und Atomsprengköpfen beschäftigt oder ...

... sich mit US-Präsident Donald Trump wenig erwachsene Wortgefechte liefert, ...

... soll Ri Sol Ju vor allem hübsch aussehen und dem Diktator Kinder schenken. Seit 2012 ist das Paar verheiratet - und Ri hat bereits drei Kinder geboren. Als sie zwischenzeitlich kaum mehr in der Öffentlichkeit auftritt, ...

... gibt es erste Gerüchte, Ri sei bei ihrem Gatten in Ungnade gefallen. Doch nichts dergleichen! Die Frau, die vor ihrer Heirat als Sängerin im Unhasu-Orchester auftrat, ...

... ist bei bester Gesundheit - zumindest, wenn man den letzten gemeinsamen Bildern des Paares aus dem Oktober glauben darf. Jüngstes Beispiel für den Absturz einer Diktatorengattin ist ...

... Grace Mugabe, die First Lady von Simbabwe. In der Nacht zum 15. November 2017 wird ihr Mann, der Staatschef Robert Mugabe, vom Militär festgesetzt. Es ist das faktische Ende eines Regimes, ...

... das mit der Unabhängigkeit Simbabwes 1980 seinen Anfang nimmt. Mugabe will Simbabwe nach einer Zeit im Untergrund, Flucht, Folter und Haft ...

... in eine bessere Zukunft führen. Die Wahlen vom Februar 1980 gewinnt seine Partei ZANU. Lange Zeit verblüfft der stets elegant gekleidete Intellektuelle, der in Ghana Jura, Ökonomie, Philosophie, Geschichte und Englisch studiert hat, ...

... die Welt mit einem Versöhnungskurs für Schwarz und Weiß. Doch politische Repressionen, Dürren und die Vertreibung weißer Farmer zur Jahrtausendwende ...

... führen das südafrikanische Land zunehmend ins Chaos und in die Isolation. Townships, in denen die Opposition die Mehrheit hat, ...

... werden dem Erdboden gleichgemacht. Und über alldem thront das Präsidentenpaar, das sich im August 1996 ...

... nicht nur eine rauschende Hochzeitsfeier gönnt, sondern auch in den Folgejahren immer wieder mit verschwenderischem Lebensstil auffällt. First Lady Grace Mugabe, die sich anfangs noch recht unpolitisch gibt, ...

... avanciert innerhalb kürzester Zeit zur mächtigsten Frau des Landes. Die frühere Sekretärin schreibt ihre Doktorarbeit innerhalb von drei Monaten - an der Universität von Simbabwe, wo ihr Mann zu dieser Zeit Kanzler ist. Die Gier der First Lady ist grenzenlos und sie trifft ...

... auch die Ärmsten des Landes. Mugabe enteignet Farmer, für deren Land sie sich interessiert. Sie kauft millionenschwere Diamanten und investiert in Luxusimmobilien, teils ...

... auch im Ausland, wie etwa in dieses Anwesen für fünf Millionen Dollar in Hongkong. Gegen missliebige Personen geht Grace Mugabe mit brutaler Härte vor, ...

... eine junge Frau, die sie im Hotelzimmer ihres Sohnes in Südafrika antrifft, schlägt sie klinikreif. Und mit zunehmendem Alter ihres Mannes ...

... strebt Grace Mugabe nach immer mehr Macht. Ihren größten Rivalen um das Präsidentenamt, Emmerson Mnangagwa, lässt die First Lady mithilfe ihres Mannes aus dem Weg räumen. Doch sie verliert den Machtkampf, ...

... denn das Militär kann Mugabe nicht hinter sich bringen. Die Armeeführung lässt Mugabe festsetzen - von einem Putsch will sie zwar nicht sprechen. Doch eines ist klar: ...

... Die Zeit ist abgelaufen für das Mugabe-Regime. "Gucci Grace" soll sich aktuell in Namibia aufhalten. Wie es mit ihr weitergeht, ist unklar. Am ihrem Schicksal hat sie selbst aber einen enormen Anteil. Größenwahn befällt eben nicht nur Männer.

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