Ein Mann, ein Wort: Hugo Chavez, der Verstaatlicher
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Er ist charmant, ...Bild 1 von 53 ... sportlich und ...Bild 2 von 53 ... zupackend.Bild 3 von 53 Vor allem Frauen mögen ihn.Bild 4 von 53 Fehlende optische Hingucker macht Hugo Chávez ...Bild 5 von 53 ... mit seinem rhetorischen Talent locker wett.Bild 6 von 53 Der Ölreichtum seines Landes macht den venezolanischen Staatspräsidenten ...Bild 7 von 53 ... zu einem Global Player in der Politik.Bild 8 von 53 Sein Land ist fünftgrößter Ölproduzent der Welt und wichtiger Lieferant für die USA.Bild 9 von 53 Chávez, der grandiose Selbstdarsteller, Populist und Hobby-Sänger, ...Bild 10 von 53 ... ist in den langen Jahren seiner politischen Arbeit zum Schwergewicht in Südamerika geworden.Bild 11 von 53 Er träumt von einem vereinten Südamerika. (Im Bild: Die Staatschefs der südamerikanischen Länder. Chávez steht natürlich ganz links.)Bild 12 von 53 Sein Motto dabei: "Sozialismus oder Tod".Bild 13 von 53 Seine Doktrin: Die "Revolución Bolivariana", die bolivarische Revolution.Bild 14 von 53 Basierend auf den Vorstellungen des Unabhängigkeitskämpfers Simón Bolívar ist das ein Prozess, der die Gesellschaft gegen den um sich greifenden Neoliberalismus wappnen soll und sie dabei grundlegend verändert.Bild 15 von 53 Vor allem in den Ohren europäischer Entscheider klingt das nach DDR und Sowjetunion. Und so steht man ihm mit einer Mischung aus Verwunderung und Ängstlichkeit gegenüber.Bild 16 von 53 Doch angesichts des wackelig gewordenen Kapitalismus, der auch in reicheren Ländern die Gerechtigkeitsfrage aufwirft, erfreut sich Chávez auch unter den europäischen Linken wachsender Beliebtheit.Bild 17 von 53 Ein Präsident, der sich während seiner stundenlangen Fernseh-Show "Allo Presidente" vor eine Rinderherde setzt und seine Errungenschaften preist, zielt mit seinem Handeln vor allem auf die einfachen Menschen ab.Bild 18 von 53 Und von denen hat Venezuela viele. Und viele, die ihn mögen. Mit den üppigen Einnahmen aus den Ölgeschäften finanziert Chávez Hilfsprogramme, so genannte "Sozialmissionen". Ökonomen sehen das kritisch, werfen ihm Verschwendung vor.Bild 19 von 53 Und tatsächlich ist Venezuela im Inneren ein armes Land. Hohe Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen und nicht zuletzt ...Bild 20 von 53 ... die Repressalien gegenüber den freien Medien treiben immer wieder die Oppositionellen auf die Straße.Bild 21 von 53 Und zwar tausende. Viele der Oppositionellen stammen aus den bürgerlichen Reihen. Sie fürchten um Positionen, Macht und Geld.Bild 22 von 53 Nicht immer bleiben diese Proteste friedlich.Bild 23 von 53 In den letzten Jahren gab es auch immer wieder Tote und Verletzte.Bild 24 von 53 Doch Stehaufmännchen Chávez hat sich bislang gegen alle Nadelstiche verteidigen können. Und mehr als das.Bild 25 von 53 Der Castro-Freund überstand mehrere Versuche, ihn abzusetzen.Bild 26 von 53 2002 missglückt ein Putsch, dann schlägt 2003 ein Generalstreik fehl, der das Land ins wirtschaftliche Chaos führt.Bild 27 von 53 Und im August 2004 scheitert ein Referendum, das Chávez auf verfassungsgemäßem Weg aus dem Amt treiben soll.Bild 28 von 53 Inzwischen arbeitet Chávez, hier mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio "Lula" da Silva, daran, die Verfassung so zu ändern, dass er, sofern er gewählt wird, ewig im Amt bleiben könnte.Bild 29 von 53 Chávez kommt aus dem venezolanischen Militär. Nachdem er die Militärschule besucht und Politikwissenschaft und Geschichte studiert hat, schlägt er eine Laufbahn als Offizier ein.Bild 30 von 53 Als Oberst der Fallschirmspringer zettelt er 1992 einen Putsch gegen Präsident Carlos Andrés Pérez an, der jedoch scheitert.Bild 31 von 53 Chávez wird inhaftiert - und zwei Jahre später begnadigt.Bild 32 von 53 1998 führt er das Parteienbündnis "Patriotischer Pol" an die Macht.Bild 33 von 53 Mit seinem Amtsantritt beendet Chávez die jahrzehntelange Vorherrschaft der etablierten Parteien. Im Jahr 2000 wird er mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt.Bild 34 von 53 Auch 2006 gewinnt Chávez gegen den Oppositionsführer Manuel Rosales deutlich. Der Präsident erhält 62,8 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent nur 36,9 Prozent.Bild 35 von 53 Nicht erst seitdem schürt der 1954 in Sabaneta geborene "Commandante" ...Bild 36 von 53 ... vor allem den Anti-Amerikanismus.Bild 37 von 53 Mit Erfolg.Bild 38 von 53 Zwar gibt es die bereits erwähnte starke und ideenreiche Opposition, aber ...Bild 39 von 53 ... noch ist die Masse der Chávez-Anhänger üppig.Bild 40 von 53 Eine Tatsache, die auch durch die Parteitage der Sozialistischen Partei unterstrichen wird.Bild 41 von 53 Dem verbalen Anti-Amerikanismus lässt der Präsident gerne auch symbolträchtige Taten folgen. So benutzen russische Bomber seit einiger Zeit venezolanische Militärflughäfen.Bild 42 von 53 Und auch auf eine Stärkung der eigenen Armee ...Bild 43 von 53 ... wird sorgfältig geachtet.Bild 44 von 53 Chávez macht weltweit vor allem aber durch seine Verstaatlichungspolitik auf sich aufmerksam.Bild 45 von 53 Wo immer ein Unternehmen damit droht, Mitarbeiter zu entlassen, tritt der Präsident auf den Plan - und enteignet den Besitzer.Bild 46 von 53 Ebenso verfährt Chávez mit den Öl-Produzenten.Bild 47 von 53 Dafür erhält er meist großen Jubel seiner Anhänger.Bild 48 von 53 Das wirtschaftliche Umfeld, das er damit schafft, wird jedoch zunehmend ausgedünnt. Andere sozialistische oder kommunistische Führer können ein Lied davon singen. Die Unternehmen stoppen ihre Investitionen.Bild 49 von 53 So ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Wirtschaft, die unter staatlicher Herrschaft maximal korrumpierbar ist, erstarrt.Bild 50 von 53 Bis dahin zumindest wird Chávez, der gerne malt ...Bild 51 von 53 ... und auf der politischen Bühne oft den Mund recht voll nimmt, ...Bild 52 von 53 ... fest im Präsidenten-Sattel sitzen. (Alle Bilder: dpa, AP, Reuters / Text: Jochen Müter)Bild 53 von 53