Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Seitdem haben eine Frau und elf Männer die Geschicke des jüdischen Staates als Ministerpräsidenten maßgeblich beeinflusst.Bild 1 von 30 Erster Regierungschef war David Ben Gurion. Er gehörte der Mapai-Partei - einer zionistisch sozialistischen Arbeitspartei - an. Auf diesem Foto verkündet Ben Gurion vor Mitgliedern der jüdischen Ratsversammlung die Gründung des Staates Israel.Bild 2 von 30 Ben Gurion nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde im Staatsmuseum von Tel Aviv. 1953 trat er zurück und siedelte in den Kibbuz Sede Boker über.Bild 3 von 30 Von 1954 bis 1955 war Mosche Scharet israelischer Ministerpräsident. Er verfolgte gegenüber den arabischen Nachbarn einen gemäßigteren Kurs und strebte Verhandlungen mit ihnen an. Scharet geriet dadurch in Konflikt mit seinem Amtsvorgänger, ...Bild 4 von 30 ... der auch wieder sein Nachfolger wurde. Ben Gurions - hier im Gespräch mit Bundeskanzler Konrad Adenauer 1960 im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel - zweite Amtszeit dauerte von 1955 bis 1963. In ihr fiel die Suez-Krise des Jahres 1956.Bild 5 von 30 Von 1963 bis 1969 stand Levi Eschkol (Mapai) an der Spitze der israelischen Regierung. In seine Amtszeit fiel der Sechstage-Krieg Israels mit Ägypten, Jordanien und Syrien 1967. Eschkol starb am 26. Februar 1969 an einem Herzinfarkt.Bild 6 von 30 Ihm folgte Golda Meir ins Amt. Zuvor hatte die Mapai-Partei den Namen Awoda (Israelische Arbeitspartei) angenommen. Meir setzte 1970 gegen heftigen Widerstand aus den eigenen Reihen den Waffenstillstand am Suez-Kanal durch.Bild 7 von 30 Wegen des anfangs erfolgreichen syrisch-ägyptischen Überraschungsangriffs wurde Meir am Ende des siegreichen Jom-Kippur-Kriegs von 1973 heftig kritisiert. Sie trat Ende 1973 zurück, blieb aber bis 1974 dennoch im Amt.Bild 8 von 30 Nach Meir wurde der bisherige Arbeitsminister Izchak Rabin Ministerpräsident. Die Arbeitspartei hatte am 2. Juni 1974 die Parlamentswahlen gewonnen. In seiner Amtszeit fand die Befreiung der Geiseln eines von Palästinensern entführten Air-France-Flugzeuges in Entebbe (Uganda) statt. Nach zwei großen Krisen musste Rabin abtreten.Bild 9 von 30 Im Mai 1977 kam der rechtskonservative Likud-Block mit Menachem Begin an die Macht. Begin (Mitte, mit den Generälen Ariel Scharon und Avraham Yoffe) war bereits 1967 bis 1969 Minister im Kabinett von Levi Eschkol.Bild 10 von 30 1978 unterzeichneten Begin und Ägyptens Präsident Anwar as-Sadat im Beisein von US-Präsident Jimmy Carter das Camp-David-Abkommen. Dieses gipfelte im März 1979 zum israelisch-ägyptischen Friedensabkommen. Begin und Sadat erhielten dafür 1978 den Friedens-Nobelpreis.Bild 11 von 30 1982 ließ Begin die israelische Armee in den Libanon einmarschieren. Raketenangriffe der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO auf Nordisrael dienten als Begründung. Nach Massakern in zwei Palästinenserlagern in Beirut musste Begin seinen Verteidigungsminister Scharon entlassen. Begin selbst trat im August 1983 zurück.Bild 12 von 30 Sein Nachfolger wurde Izchak Schamir. Er hatte zuvor auch die Führung im Likud übernommen. Im Folgejahr 1984 bildete der Likud erstmals eine Regierung der "Nationalen Einheit" mit der Arbeitspartei.Bild 13 von 30 Der Arbeitspartei wurde im Koalitionsvertrag für zwei Jahre das Amt des Ministerpräsidenten zugesprochen. Dadurch wurde der damalige Parteichef Schimon Peres im selben Jahr Regierungschef. Peres amtierte bis 1986, Schamir war Außenminister.Bild 14 von 30 1986 tauschten beide die Rollen. Schamir wurde wieder Ministerpräsident und Peres arbeitete als Außenminister weiter. Von 1990 bis 1992 regierte Schamir in einer Koalition mit rechtsgerichteten und religiösen Parteien.Bild 15 von 30 1992 kam es in Israel erneut zu einem Regierungswechsel. Die Arbeitspartei gewann die Wahlen und Izchak Rabin wurde zum zweiten Mal Ministerpräsident. Nach dem Friedensvertrag mit Jordanien wirkte Rabin am Gaza-Jericho-Grundlagenabkommen mit den Palästinensern mit.Bild 16 von 30 Im September 1993 unterzeichneten Rabin und Palästinenserchef Jassir Arafat in Washington das erste Autonomieabkommen (in der Mitte US-Präsident Bill Clinton). 1994 erhielten Rabin, Außenminister Peres und Arafat den Friedens-Nobelpreis.Bild 17 von 30 Aber im Nahen Osten brodelte es weiter. Palästinensische Extremisten verübten Terroranschläge in Israel. Am 4.November 1995, im Anschluss an eine Friedens-Großdemonstration in Tel Aviv, wurde Rabin von einem israelischen Rechtsextremisten ermordet.Bild 18 von 30 Der damalige Außenminister Schimon Peres übernahm zunächst kommissarisch das Amt des Ministerpräsidenten.Bild 19 von 30 Peres - hier mit Präsident Ezer Weizman - amtierte aber nur bis Mai 1996. Er verlor die Parlamentswahlen gegen den Likud-Führer Benjamin Netanjahu. Hauptursache für Peres' Niederlage war eine Welle von Selbstmordattentaten durch die palästinensische Terrorgruppe Hamas.Bild 20 von 30 Unter Netanjahu verschlechterten sich die Beziehungen zur palästinensischen Autonomiebehörde dramatisch. Grund war auch der forcierte israelische Siedlungsbau im Westjordanland.Bild 21 von 30 Treffen mit Arafat blieben erfolglos. Der Palästinenserpräsident unternahm nichts gegen die Terroristen in den eigenen Reihen.Bild 22 von 30 Auch Interventionen von US-Präsident Clinton konnten den Friedensprozess nicht retten. Das Verhältnis Clintons zu Netanjahu galt als gespannt.Bild 23 von 30 Nach dem Scheitern der Regierung Netanjahu gewann Ex-General Ehud Barak 1999 für die Arbeitspartei die Direktwahlen für das Amt des Regierungschefs. Seine Amtszeit dauerte nur bis 2001.Bild 24 von 30 Während Baraks Amtszeit brach im Herbst 2000 die zweite palästinensische Intifada aus. Barak verlor im Jahr darauf eine Vertrauensabstimmung in der Knesset. Bei der Wahl gegen den Likud-Politiker Ariel Scharon hatte Barak keine Chance.Bild 25 von 30 Mit Scharon wurde ein Hardliner Regierungschef. Gespräche mit Arafat lehnte er wegen palästinensischer Terrorangriffe in Israel ab. Er ließ den Palästinenserpräsidenten in Ramallah festsetzen. Arafat starb im November 2004.Bild 26 von 30 Danach verfolgte Scharon eine Politik der strikten Abtrennung von den Palästinensergebieten. Gegen heftigen Widerstand in seiner Likud-Partei setzte er die Räumung der jüdischen Siedlungen im Gazastreifen durch.Bild 27 von 30 Scharon verließ den Likud. Er gründete die zentristische Partei Kadima, der Likud- und Arbeitspartei-Politiker beitraten. Anfang 2006 erlitt Scharon einen schweren Schlaganfall und liegt seitdem im Koma. Ehud Olmert (links) wurde kommissarischer Ministerpräsident.Bild 28 von 30 Olmert, unter Scharon Industrie- und Handelsminister, gewann als Kadima-Spitzenkandidat die Parlamentswahl im März 2006. Er hatte angekündigt, die Politik Scharons fortzusetzen.Bild 29 von 30 Olmert will eine Koalition mit der Arbeitspartei und kleineren Parteien eingehen.Bild 30 von 30