"Maggie" Thatcher, Baroness Thatcher of Kesteven, war von 1979 bis 1990 Premierministerin - bislang die einzige Frau in dem Amt. Als Margaret Hilda Roberts wurde sie am 13.10.1925 in Grantham (Lincolnshire) geboren.Bild 1 von 34 Die Tochter eines Kolonialwarenhändlers und einer Schneiderin war Verfechterin einer restriktiven Wirtschaftspolitik (Thatcherismus), die Inflationsbekämpfung und Deregulierung vorsah. Thatchers Ziel war die Bekämpfung der exzessiven Erhöhung der Staatsausgaben.Bild 2 von 34 1946 schloss sie ein Chemiestudium am Somerville College Oxford ab. Von 1951 bis 1954 absolvierte sie ein Jurastudium. Danach arbeitet sie als Anwältin für Steuerrecht. 1959 wurde sie für den Londoner Wahlkreis Finchley ins Unterhaus gewählt.Bild 3 von 34 1951 heiratete sie den zehn Jahre Denis älteren Denis Thatcher. Aus der Ehe gingen die Zwillinge Mark und Carol hervor.Bild 4 von 34 Am 4. Mai 1979 führte Thatcher die Konservativen zum Wahlsieg. Zuvor war die Labour-Regierung von James Callaghan zurückgetreten. Thatchers erstes Ziel war die Zurückdrängung der Macht der Gewerkschaften, was ihr im Verlauf ihrer Regierungszeit gelang.Bild 5 von 34 Ihre auf monetaristischen Grundlagen basierende Politik führt zu Spannungen. Legendär ist ihre Durchsetzungskraft in der Phase des Bergarbeiterstreiks 1984/85. Thatcher erreicht den Abbruch des Ausstandes, dessen Kosten die Gewerkschaftsbewegung schwächen.Bild 6 von 34 Thatcher gewann auch die Unterhauswahlen 1983 und 1987. Es folgten jeweils rigorose Kabinettsumbildungen. Sie treibt die Privatisierung staatlicher Betriebe voran. Umstritten waren ihre Steuerreform und der drastische Abbau von Sozialleistungen.Bild 7 von 34 Margaret Thatcher mit Vorgänger Edward Heath. Unter Heath war sie von 1970 bis 1974 Ministerin für Erziehung und Wissenschaft. Thatcher löste ihn 1975 Parteichef ab. In ihrer Biographie warf sie Heath Nachgiebigkeit gegenüber den Gewerkschaften vor.Bild 8 von 34 Ihr Verhältnis zur Queen galt als angespannt. Angeblich fanden beide Frauen nicht den richtigen Draht zueinander. Der Monarchin soll der übermäßig tiefe Knicks der Regierungschefin und deren devote Haltung ihr gegenüber missfallen haben.Bild 9 von 34 Mit dem von 1981 bis 1989 amtierenden US-Präsidenten Ronald Reagan verstand sich Thatcher dagegen sehr gut. Beide verband der marktwirtschaftliche Kurs und gemeinsame außenpolitische Ziele. Beide verfolgten eine harte Linie gegenüber der Sowjetunion.Bild 10 von 34 Auch mit Reagans Ehefrau Nancy pflegte Margaret Thatcher ein sehr gutes Verhältnis. Legendär sind auch die guten Beziehungen von Margaret Thatcher zu ...Bild 11 von 34 ... Chiles Diktator Augusto Pinochet. Chile unterstütze Großbritannien 1982 im Falkland-Krieg gegen Argentinien. In Großbritannien stieß unkritische Haltung Thatchers gegenüber Pinochet auf starke Kritik.Bild 12 von 34 Am 19. Dezember 1984 unterzeichneten Großbritannien und China in Peking nach langen und schwierigen Verhandlungen den Vertrag über die Rückgabe der Kronkolonie Hongkong an die Volksrepublik. Thatcher und Chinas damaliger KP-Chef Zhao Ziyang prosteten sich zu.Bild 13 von 34 Margaret Thatcher und die Deutschen (hier bei einem Treffen mit Bundeskanzler Helmut Schmidt 1981): das war ein besonderes Kapitel. Mit dem SPD-Kanzler verstand sie sich besser als mit seinem CDU-Nachfolger ...Bild 14 von 34 ... Helmut Kohl. Vor allem bei EG-Gipfeltreffen gerieten beide aneinander. Thatcher hatte nie ihre Antipathie gegen die Deutschen verhehlt. Auch bei den Verhandlungen zur Vereinigung beider deutscher Staaten spielte sie keine konstruktive Rolle.Bild 15 von 34 1990 sank der Stern der Premierministerin (hier mit ihrem Nachfolger John Major). Bereits im Oktober 1989 kam es zu einer Regierungskrise wegen der Entlassung von Außenminister Geoffrey Howe und des Rücktritts von Schatzkanzler Nigel Lawson.Bild 16 von 34 In Bezug auf die Sozial- und Europapolitik entstehen innerhalb der Konservativen Konflikte und Spaltungstendenzen. Thatcher ist in ihrem Kabinett isoliert.Bild 17 von 34 Thatchers konservativer Intimfeind Michael Heseltine leitete 1990 den Sturz der Premierministerin ein.Bild 18 von 34 Ende November 1990 muss die nunmehr 65-Jährige den Sitz in Downing Street Number 10 verlassen. Diese schwere Niederlage zehrt an Thatcher noch mehrere Jahre. Ihr Vorbehalt gegen den ...Bild 19 von 34 ... europäischen Integrationsprozess bleibt. Im Januar 1991 übernimmt Margaret Thatcher (hier im Gespräch mit den Außenministern Douglas Hurd und Hans-Dietrich Genscher) den Vorsitz der so genannten Brügge-Gruppe, die gegen die europäische Einigung eintritt.Bild 20 von 34 Der Machtverlust lastet schwer auf Thatcher. Hier beim Besuch des Tennis-Turniers in Wimbledon.Bild 21 von 34 1992 wird sie durch die Verleihung des Titels "Baroness of Kesteven" in den Adelsstand erhoben und erhält dadurch einen Sitz im Oberhaus.Bild 22 von 34 Tatenlos muss die Ikone der Konservativen dem Niedergang ihrer Partei zusehen. Seit 1997 sind die Tories in der Opposition. Unter William Hague erleiden sie 2001 ein katastrophale Wahlniederlage.Bild 23 von 34 Sie nimmt keine Rücksicht auf ihre Partei. Offen kritisiert sie ihre zu lasche Oppositionspolitik gegenüber der Labour-Regierung von Tony Blair.Bild 24 von 34 Die Auftritte von Margaret Thatcher sind in den vergangenen Jahren seltener geworden.Bild 25 von 34 2000 und 2001 erlitt sie mehrere Schlaganfälle. Die Ärzte rieten ihr, jeden Stress zu vermeiden.Bild 26 von 34 Margaret Thatcher und Tony Blair beim Volkstrauertag am 14. November 2004 in London.Bild 27 von 34 Trauerfeier für den verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan im Juni 2004 in Kalifornien.Bild 28 von 34 Abschied von einem politischen Weggefährten.Bild 29 von 34 Die Ärzte hatten Margaret Thatcher geraten, nicht in die USA zu fliegen. Sie ignorierte die Ratschläge.Bild 30 von 34 Kurz zuvor hatte Thatcher einen weiteren Verlust zu beklagen. Ihr Ehemann Denis war im Alter von 89 Jahren gestorben.Bild 31 von 34 Ihr Sohn Mark geriet ins Fadenkreuz der südafrikanischen Justiz.Bild 32 von 34 Er war an Waffenlieferungen an Oppositionelle in Äquatorial-Guinea beteiligt. Seine Mutter konnte ihm nicht helfen.Bild 33 von 34 Wie umstritten Thatchers Politik bis heute war, zeigt sich u.a. darin, dass sie 2002 und 2003 in zwei Umfragen einmal den 16. Platz unter den hundert größten Briten aller Zeiten erreichte und einmal den dritten Platz unter den hundert schlechtesten.Bild 34 von 34