"Mythos Germania": Schatten und Spuren der Reichshauptstadt
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Innerhalb von zwölf Jahren wollte Adolf Hitler aus Berlin die Welthauptstadt namens "Germania" machen.Bild 1 von 29 Die Pläne waren schon entworfen. Bis 1950 sollte Berlin zur prachtvollsten Hauptstadt überhaupt ausgebaut werden.Bild 2 von 29 Die Ausstellung "Mythos Germania" beschäftigt sich mit den Plänen des nationalsozialistischen Regimes und deren Auswirkungen für die Bevölkerung.Bild 3 von 29 Planungsgeschichte, Architektur und die verschiedenen Bauwerke werden vorgestellt. Aber auch die Organisation der Umbaumaßnahmen und die "Entsiedlungspläne" für die Berliner Juden werden gezeigt.Bild 4 von 29 Neben Texten zu den verschiedenen Planungsabschnitten, erwarten den Besucher außerdem Bilder, Baupläne und Modelle der Bauvorhaben.Bild 5 von 29 Aber im Mittelpunkt stehen die Planungen von Albert Speer, dem Generalbauinspektor für Berlin.Bild 6 von 29 Albert Speer wurde 1905 in Mannheim geboren. Er stammte aus einem großbürgerlichen Elternhaus.Bild 7 von 29 1931 trat er in die NSDAP ein. Bereits zwei Jahre später lernte Speer Hitler persönlich kennen. 1934 wurde er zum Generalbauinspektor ernannt.Bild 8 von 29 Sein Gesamtbauplan für Berlin enthielt drei große Projekte.Bild 9 von 29 Eine fünf Kilometer lange Ost-West-Achse sollte entlang der Straße des 17. Juni über Frankfurter Tor und Frankfurter Allee verlaufen.Bild 10 von 29 Ein Teilstück der Achse wurde zu Hitlers Geburtstag 1939 fertiggestellt. Die Siegessäule wurde vom Königsplatz vor dem Reichstag auf den großen Stern versetzt und hierbei um 6,5 Meter erhöht.Bild 11 von 29 Als eigentliche Prachtstraße war das Kernstück der vier Kilometer langen Nord-Süd-Achse vorgesehen.Bild 12 von 29 Auf der Achse zwischen dem heutigen Bahnhof Südkreuz und der Luxemburger Straße in Wedding sollte zudem ein Triumphbogen errichtet werden, der die deutsche Niederlage des Ersten Weltkriegs zu einem Sieg umdeuten sollte.Bild 13 von 29 Als besonders markantes Bauwerk war die so genannte "Große Halle" geplant.Bild 14 von 29 Mit einer Höhe von 290 Metern hätte sie das Brandenburger Tor um mehr als das Zehnfache überragt.Bild 15 von 29 Und nicht nur das: Sie wäre mit 315 × 315 Metern Grundfläche und 320 Metern Höhe das größte Kuppelgebäude der Welt geworden.Bild 16 von 29 Im Süden vor der Halle sollte sich ein weiterer Platz, umrahmt von Verwaltungsgebäuden, erstrecken. Hinter dem Gebäude, auf der Nordseite der Spree, war ein 1200 × 400 Meter großes Wasserbecken geplant, in dem sich der Kuppelbau spiegeln sollte.Bild 17 von 29 Nicht nur in der Ausstellung, auch in einigen Spielfilmen wird die Idee von der Welthauptstadt "Germania" aufgegriffen.Bild 18 von 29 Der Film "Der Untergang" zeigt vor allem die Geschehnisse im Berliner Führerbunker während der letzten Tage der nationalsozialistischen Diktatur kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs.Bild 19 von 29 Die in der Ausstellung gezeigten Modelle der "Großen Halle" und der geplanten "Nord-Süd-Achse" stammen sogar aus dem Spielfilm von Oliver Hirschbiegel.Bild 20 von 29 Der deutsche Dreiteiler "Speer und Er" erzählt in seiner ersten Episode ausschließlich vom Aufstieg und Fall von Hitlers Lieblingsarchitekten Speer.Bild 21 von 29 "Speer war allerdings lange nicht der große Architekt, so wie er immer gefeiert werden wollte", sagte Ausstellungsleiter Michael Richter.Bild 22 von 29 "Außerdem stellen die Pläne keine bewundernswerten architektonischen Leistungen dar, sondern sind Ausdruck eines totalitären Staates", fügte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bei einer Vorbesichtigung hinzu.Bild 23 von 29 Aber die zwölf Jahre des nationalsozialistischen Regimes - 1933 bis 1945 - haben sich trotzdem gewaltsam in das Gesicht Europas eingeschrieben.Bild 24 von 29 Am 15. März eröffnet der Verein "Berliner Unterwelten" die Ausstellung.Bild 25 von 29 Die Pläne der Nationalsozialisten werden in einem Pavillon in direkter Nähe zum "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", das an die schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern soll, gezeigt.Bild 26 von 29 Die Ausstellung basiert auf den Ergebnissen, die der Verein in zehnjähriger Forschung gesammelt hat.Bild 27 von 29 Fachlich unterstützt wird der gemeinnützige Verein "Berliner Unterwelten e.V." von einem wissenschaftlichen Beirat aus renommierten Fachhistorikern.Bild 28 von 29 Noch bis zum 31. Dezember 2008 können die Pläne Albert Speers besichtigt werden. (Fotos: Berliner Unterwelten e. V., dpa, AP)Bild 29 von 29
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